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Wirtschaft

22.11.2019

Noch laufen die Geschäfte im Landkreis Günzburg gut

Noch laufen die Geschäfte im Landkreis Günzburg gut. Die Erwartungen an die Zukunft werden aber nicht mehr so hoch gesteckt.
Foto: Bernd Wüstneck/dpa (Symbolfoto)

Die Erwartungen der Firmen trüben sich aber ein, sagt die Industrie- und Handelskammer. Das belegt ihr Konjunkturindex.

Der Anteil der Unternehmen mit einer positiven Beurteilung der aktuellen Geschäftslage ist im Landkreis Günzburg mit 68 Prozent gegenüber 70 Prozent im Frühjahr nur leicht gefallen; aber die Erwartungen für die nächsten Monate trüben sich ein.

Das ist das Ergebnis des aktuellen Konjunkturindex der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben, der sich aus den Beurteilungen zur aktuellen und erwarteten Geschäftslage ergibt. Er liegt jetzt bei 125 Punkten und damit sieben Punkte unter dem Wert aus dem Frühjahr.

Bislang keine oder geringe Auswirkungen

Die Inlandsnachfrage hielt sich in den letzten Monaten auf einem gleichbleibenden Niveau und auch bei den Auftragsvolumen aus dem Ausland gab es anders als im schwäbischen Durchschnitt keine rückläufige Entwicklung. „Im schwierigen Umfeld konnte sich die Wirtschaft im Landkreis Günzburg gut behaupten. Aktuelle Probleme im weltweiten Handel oder in der Fahrzeugindustrie wirken sich bisher wenig aus“, so Hermann Hutter, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Günzburg.

Die Prognosen für die Zukunft sind jedoch skeptisch, nur noch zwölf Prozent der Unternehmen können sich eine Verbesserung der Geschäftslage vorstellen.

Die Erwartungen an die Auftragsentwicklung gehen zurück. Die Inlandsnachfrage könnte sich auf dem aktuellen Level halten, für den Export wird eine rückläufige Entwicklung vorausgesagt. Darauf reagieren die Unternehmen mit vorsichtigeren Investitionsplänen für die kommenden Monate.

Andere Gebiete trifft es stärker

In der größer gefassten Region Donau-Iller (Landkreise Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu sowie die Stadt Memmingen) spüren die Unternehmen insgesamt die derzeitige Konjunkturflaute.

In diesem Gebiet beurteilen 49 Prozent der Unternehmen, 14 Prozentpunkte weniger als im Frühjahr, ihre Geschäftslage als gut.

Und auch die Erwartungen an die kommenden Monate klangen nicht verheißungsvoll. Diese Einschätzung schlägt sich im IHK-Konjunkturindex nieder: Er fällt um 15 Punkte auf den Stand von 114, weit unter das langjährige Mittel von 128 Punkten.

Schwierige internationale Märkte

Hintergrund sind gesunkene Auftragsvolumina, sowohl im Inland als auch im Ausland. Besonders die schwierigen internationalen Märkte schlagen zu Buche. Das machen die Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung erneut deutlich.

Die Probleme für die Industrie machen sich in der Region Donau-Iller deutlicher als im schwäbischen Durchschnitt bemerkbar. Um mehr als 20 Prozentpunkte geht der Anteil der Industrieunternehmen, die ihre Geschäftslage als gut bezeichnen, zurück und liegt jetzt bei 34 Prozent.

Die Dienstleistungsunternehmen, die oft eng mit der Industrieentwicklung verbunden sind, können sich in dem Umfeld noch gut behaupten.

Die stärker konsumabhängigen Branchen Handel, Tourismus und Bau zeigen sich hingegen weiterhin zufrieden und beurteilen die Geschäftslage mehrheitlich mit gut. Die Erwartungen für die nahe Zukunft haben sich jedoch auch in diesen Bereichen der Umfrage zufolge eingetrübt. (zg)

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