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Auktion

10.08.2012

Offinger Bahnhof kommt unter den Hammer

Das Gelände und Gebäude des Offinger Bahnhofs wird am 25. August in Leipzig versteigert. Mindestgebot sind 12000 Euro.

Für mindestens 12000 Euro kann jeder das Gelände ersteigern. Gemeinde will mitbieten

Offingen Wer wollte nicht schon immer einen eigenen Bahnhof haben? In Offingen kann man sich diesen Wunsch nun erfüllen. Denn das mehr als 1300 Quadratmeter große Gelände mit Gebäude wird am 25. August in Leipzig versteigert – Mindestgebot 12000 Euro.

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Tausende Bahnhöfe hatte die Bahn an eine luxemburgische Gesellschaft verkauft – darunter auch den in Offingen. Hinter der Gesellschaft steht die Firma Patron Capital aus Großbritannien. Deren deutsche Tochter Main Asset Management kümmert sich um Verwaltung und Vermarktung der Objekte. Sie tritt auch beim Bahnhof in Offingen als Verkäufer auf. Versteigert wird der Bahnhof wiederum durch die Aktiengesellschaft Sächsische Grundstücksauktionen. Deshalb findet die Versteigerung Ende August in Leipzig statt.

Angeboten wird das Grundstück mit dem ehemaligen Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1935. Aus dem Dossier des Auktionators geht hervor, dass von der fast 300 Quadratmeter großen Wohnfläche knapp die Hälfte vermietet ist. Im Erdgeschoss befänden sich ehemalige Dienst- und Technikräume der Bahn sowie die verpachtete Gaststätte. Im Obergeschoss sei außerdem eine Wohnung. Insgesamt bewertet die Gesellschaft den Zustand des Gebäudes als sanierungsbedürftig. Unter anderem seien Holzfenster und -türen alt und die Putzfassade schadhaft.

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Die Gemeinde Offingen hat vom Verkauf ihres Bahnhofs nur durch Zufall erfahren, wie der Zweite Bürgermeister Robert Hieber weiß: „Wir haben ein Formblatt vom Versteigerungsbüro erhalten.“ Die Gemeinde sei über den Verkauf nicht unbedingt glücklich. Das Thema sei bereits in nicht öffentlicher Sitzung behandelt worden.

„Die Gemeinde hat durchaus Interesse am Gelände“, sagt Hieber. Vor allem, weil man ja bereits den südlicheren Teil – den Bereich der ehemaligen Güterhalle – von der Bahn erwerben konnte. Deshalb werde man bei der Auktion als Bieter auftreten. Wie viel der Marktgemeinde das Grundstück Wert ist, wollte Hieber vor der Versteigerung nicht sagen.

Auch welche Pläne man mit dem Gelände hat, konnte der Zweite Bürgermeister noch nicht sagen. „Sollten wir den Zuschlag erhalten, müssen wir uns Gedanken darüber machen.“ Konkrete Vorstellungen habe man noch nicht: „Uns geht es in erster Linie um den Platz vor dem Bahnhofsgebäude“, sagt Hieber. Dieser sei als Zufahrt von großer Bedeutung für den Offinger Bahnhof. Sollte die Gemeinde den Kürzeren ziehen, habe man aber baurechtliche Möglichkeiten, um die Zukunft des Bahnhofs zu lenken. Im Moment sei für diesen Bereich kein Bebauungsplan aufgestellt.

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