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Gundremmingen

13.07.2020

Revision im AKW beendet: 100 neue Brennelemente im Reaktorkern

Bayerns größtes Kernkraftwerk steht in Gundremmingen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Die Corona-Regeln haben die Arbeiter vor Herausforderungen gestellt. So sind die Arbeiten im Atomkraftwerk Gundremmingen gelaufen.

Das Atomkraftwerk (AKW) Gundremmingen ist mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde nach erfolgreichem Brennelementwechsel sowie dem Abschluss aller Revisionstätigkeiten und Prüfungen wieder ans Netz gegangen. Im Laufe des Montags sollte die Leistung der Anlage sukzessive hochgefahren und dann wieder bei Volllast in Betrieb gehen.

Neben dem Abarbeiten von circa 2300 Instandhaltungs- und Prüfaufträgen stand die diesjährige Revision verstärkt im Zeichen der Corona-Pandemie und der umfangreichen Schutzmaßnahmen. „Unsere im Vorfeld mit allen beteiligten Behörden abgestimmten zusätzlichen Hygieneregeln und Vorsorgekonzepte waren nach heutigem Stand erfolgreich. Wir sind mit dem Verlauf der diesjährigen Revision sowohl aus technischer als auch aus gesundheitlicher Sicht sehr zufrieden“, erläutert Heiko Ringel, Technischer Geschäftsführer.

Vor Betreten des Atomkraftwerks wurde die Körpertemperatur gemessen

Für einen größtmöglichen Gesundheitsschutz wurde beispielsweise die Körpertemperatur vor Betreten der Anlage gemessen und bei Arbeiten, bei denen der notwendige Abstand nicht gewährleistet werden konnte, mussten konsequent Masken getragen werden. Darüber hinaus trugen Abschirmwände, zusätzlich geschaffene Raumbereiche für Verpflegung sowie ein Konzept zu versetzten Arbeitszeiten und ein Hygieneteam zur erfolgreichen Umsetzung der Schutzmaßnahmen bei.

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„Dass es während der gesamten Revisionszeit zu keinen nennenswerten Arbeitsunfällen kam, ist ein Beleg dafür, dass bei allen Tätigkeiten unsere hohen Anforderungen an Arbeitssicherheit erfüllt wurden“, ergänzt Ringel.

Gut zwölf Millionen Euro wurden im AKW Gundremmingen investiert

Während der Revision, für die RWE gut zwölf Millionen Euro investierte, wurde das Kraftwerk einem intensiven Wartungs- und Prüfprogramm unterzogen. Im Zuge des Brennelementwechsels wurde der Reaktorkern mit 100 frischen Brennelementen beladen. Darüber hinaus fanden in diesem Jahr vor allem Prüfungen und Nachrüstungen an sicherheitstechnisch relevanten Komponenten der Kühlkreisläufe statt.

Alle Arbeiten, die mit der nuklearen Sicherheit in Verbindung stehen, wurden durch die atomrechtliche Aufsichtsbehörde sowie durch Sachverständige des Tüv engmaschig begleitet und überwacht, heißt es in der Mitteilung. Mit Zustimmung der Behörde konnte das Kraftwerk nach dem Ende der Revisionsphase wieder sicher angefahren werden. Block C wird noch bis zum Jahresende 2021 Energie erzeugen. (zg)

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