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Jahresausstellung

05.11.2014

Spannungsvolle Kontraste

Gabriele Birkner, Ralf Strassner und Rolf Eichelmann zählen zu den produktiven Künstlern und zu den Stützen des Kunstvereins.
Bild: Gertrud Adlassnig

Der Verein Off-Art zeugt Werke von 26 Künstlern in der Galerie Groß in Burgau. Und hofft dabei auf ein besonderes Domizil für seine Schau Artik in Günzburg

Auch in diesem Jahr fungiert die Galerie Groß in Burgau als Gastgeber für die Jahresausstellung des Kunstvereins Off-Art. Viele Jahre hatte die Vereinigung, in der professionelle Künstler und ambitionierte Laien eine gemeinsame Plattform gefunden haben, ihr Domizil im Günzburger Kreiskrankenhaus, das sie jedoch wegen Renovierungsarbeiten räumen mussten.

In der Galerie Groß haben 26 Künstler insgesamt 85 Bilder und elf Skulpturen eingereicht, sodass „für jeden Geschmack etwas dabei“ sein kann. Dass aus Platzgründen bei dieser Fülle an Werken nur kleinere Formate gehängt werden können, tut der Vielfalt und Qualität der Ausstellung keinen Abbruch. Noch bis zum 11. November sind die Werke in Burgau zu sehen und der Ausstellungsbesucher sollte ein wenig Zeit mitbringen, um sich auf die zahlreichen Werke einzulassen.

Er wird Traditionelles bekannter Künstler finden, wie die fein gearbeiteten kleinen Obststillleben von Dietrich Moravec, aber auch Bilder, die bei zweitem Blick den ersten Lügen strafen, etwa bei den scheinbar als Renaissance-Portraits gestalteten kleinen Frauenbildern, die sich als Mischtechnik mit Collagen entpuppen und raffinierte Kontrapunkte zum altmeisterlichen Stil aufweisen. Daneben wurden die fast ebenso kleinen Frauenbilder im Fantasystil von Tochter Therese Birkner platziert: Ein spannungsvoller Kontrast: Schelllackoberfläche hier, Pastellkreide dort. Neue Wege geht auch Franz Meckl in der Jahresausstellung, für die er einige stark pastos gearbeitete Blumenbilder zur Verfügung stellte. Mit Michael Stang hat Off-Art einen neuen praktizierenden Künstler gewonnen, der mit seinen Bildern im Stil der Bandes dessinées klare Farben, starke Konturen, konkrete Abbildungen in die Ausstellung bringt.

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Wie Vereinsvorsitzender Ralf Strassner in seiner Begrüßungsrede betonte, geht die Vielfalt der eingereichten Werke noch sehr viel weiter. Kaltnadelzeichnungen, Gemälde, Mischtechniken, Aquarelle, Zeichnungen, Skulpturen in Marmor und Porzellan geben einen Einblick in die breit gestreute Kreativität und die künstlerische Energie, die sich im Landkreis konzentrieren.

Um den Kunstschaffenden auch ein Forum zu geben, in dem sie sich gemeinsam einem breiten Publikum stellen können, veranstaltet der Verein eine Jahresausstellung, denn „zu jeder Kunst gehören zwei: Einer, der sie macht und einer, der sie braucht“ zitierte Strassner den Bildhauer Ernst Barlach. Der Verein hofft, dass er künftig wieder Platz auch für große Werke bekommen wird.

Sollte in das ehemalige Amtsgericht im Schloss eine Galerie ihren Platz finden, wäre dort wohl auch Raum für die alle zwei Jahre stattfindende Artik mit der Verleihung des Kunstpreises der Stadt Günzburg. Schließlich sei Kunst ein Grundbedürfnis des Menschen und dürfe nicht aus dem kulturellen Umfeld aussortiert werden, forderte Ralf Strassner für den Kunstverein und alle Kunstliebhaber.

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