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Günzburg

06.08.2019

Streit um Leibistraße: Die Polizei schaltet sich jetzt ein

Die Leibistraße ist nördlich der Nau eine direkte Verbindung zwischen Günzburg und Leipheim. Der Weg ist nicht asphaltiert und nur für Anlieger frei gegeben. Jetzt hat sich ein Streit um die Benutzung der Straße entzündet.
Bild: Bernhard Weizenegger

Eine Mitarbeiterin der DLRG ist wegen des Vorfalls im Mai befragt worden. Auch der Leiter der Flussmeisterstelle hatte eine unliebsame Begegnung mit einer Anwohnerin.

In die Auseinandersetzung um Einsatzfahrten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Anwohnern der Günzburger Leibistraße hat sich nach Informationen unserer Zeitung inzwischen auch die Polizei eingeschaltet. Das berichtet der DLRG-Kreisvorsitzende Michael Gröger. Er hatte gegenüber der Günzburger Zeitung gesagt, dass eine Einsatzfahrt am 24. Mai dieses Jahres für die Hilfsorganisation nicht folgenlos geblieben ist.

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Anwohner haben die Autokennzeichen aufgeschrieben und die Durchfahrt zur Anzeige gebracht. Eine DLRG-Mitarbeiterin hatte sich behindert gefühlt, da nach ihren Angaben ein Anwohnerauto quer auf der Leibistraße abgestellt gewesen sein soll. Sie musste drumherum fahren. Das Auto der Ehrenamtlichen war ein Privatfahrzeug mit eingeschalteter Warnblinkanlage und einem Dachaufsetzer mit dem Schriftzug „DLRG im Einsatz“.

Warum der DLRG-Kreisvorsitzende sein Blaulicht ausgeschaltet hat

Inzwischen hat eine Anwohnerin aus ihrer Sicht die Zustände in der seit Ende März für den motorisierten Verkehr gesperrten Leibistraße (Ausnahme: Anlieger) geschildert. Eine Bewohnerin hat an besagtem 24. Mai einen DLRG-Wagen durch die Leibistraße mit Blaulicht fahren sehen. Wenige Minuten später habe sich der Fahrer desselben Autos an der B 16 (Linksabbiegespur zum Bezirkskrankenhaus) „brav“ vor der Ampel in den Verkehr eingeordnet – ohne Signallicht. „Das Auto habe ich gefahren“, sagt Gröger und weist den indirekt geäußerten Verdacht, das Blaulicht unkorrekt eingesetzt zu haben, von sich. Die Leitstelle hatte die Einsatzkräfte mobilisiert, weil von einem Brand im BKH mit vielen Verletzten ausgegangen war. Wie sich herausstellte, hatte sich nur eine Person verletzt, die Leitstelle brach den Einsatz für Hilfskräfte auf der Anfahrt ab. Gröger: „Deshalb habe ich dann mein Blaulicht ausgeschaltet.“

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Inzwischen hat sich Gerhard Bronnenmayer, Leiter der Flussmeisterstelle Günzburg, gemeldet. Er ist unter anderem für Wasserschutzgebiete zuständig. In so einem befindet sich die Leibistraße. Vor zwei Wochen sei er dort von einer Anwohnerin fotografiert worden. Er habe die Frau aufgefordert, das zu unterlassen und die Fotos zu löschen. Und er habe die Fahrgenehmigung des Landratsamtes und des Ministeriums vorgezeigt. Dennoch sei er angezeigt worden. Bronnenmayer: „Dass die Frau mit ihrem Kleinkrieg den Behörden soviel Arbeit macht, ist der Wahnsinn.“

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