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Leipheim

08.10.2019

Viel Kies für den Radweg an der Donau

Über 1100 Tonnen Kies wurden für den 1,2 Kilometer langen Radweg bei Leipheim aufgeschüttet. Auch eine Ufertreppe an der Donau wurde neu gestaltet.
Bild: Oliver Wolff

Fast 100000 Euro wurden investiert, um das Radfahren bei Leipheim attraktiver zu machen. Auch ein direkter Zugang zum Fluss über eine Steintreppe ist entstanden.

Vor etwa 150 Jahren wurde die Donau begradigt. Das diente zwar vor allem dem Hochwasserschutz, zerstörte allerdings auch die natürlichen Flusslandschaften und Lebensräume vieler Tiere. Über die Jahre hat sich auch der Naherholungsraum Donau immer mehr verkleinert. Der Donauradweg verlief stellenweise nicht mehr am Fluss entlang, sondern durch den Auwald. Diesen Umstand zu ändern, genoss in den vergangenen Jahren seitens der Stadt Leipheim eine hohe Priorität.

Knapp 30000 Euro hat die Stadt in die Hand genommen, um den teilweise verwilderten Radweg direkt am Donauufer wieder auf Vordermann zu bringen. „Die Kosten sind nur halb so hoch ausgefallen wie ursprünglich gedacht“, erklärte Bürgermeister Christian Konrad bei der offiziellen Inbetriebnahme des Radwegs. Die städtische Investition betrug 30 Prozent der gesamten Baukosten.

Weitere zehn Prozent haben die Lechwerke (LEW), finanziert über den Förderfond ihres Ökostromprodukts, beigesteuert. Josef Nersinger, Kommunalbetreuer des Unternehmens, sagte: „Die LEW hat ihren Ursprung am Wasser, wir wollen die Natur wieder mehr in den Vordergrund stellen.“ Der übrige Anteil der Investitionssumme stammt aus dem sogenannten Leader-Programm der EU und des Freistaats Bayern zur Förderung des ländlichen Raums.

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Fahrradständer werden noch aufgestellt

Über 1100 Tonnen Kies wurden für den 1200 Meter langen Radweg aufgeschüttet. In unmittelbarer Nähe des Schützenhauses am Weidlenweg wurde eine Lichtung in den Wald geschlagen. Hier werden ab dem nächsten Frühjahr Fahrradständer und eine Möblierung wie Sitzgelegenheiten für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Auch eine Ufertreppe wurde mit 100 Tonnen Steinmaterial gestaltet. Hier können Radfahrer und Wanderer eine Pause einlegen und im Sommer ihre Füße im Donauwasser kühlen.

Für die heimische Tierwelt sind mit der Steintreppe neue Lebensräume entstanden. Kleine Fische suchen bereits am Ufer Unterschlupf vor Fressfeinden. Im Sommer wird sich in den Zwischenräumen der Steine wohl die ein oder andere Echse heimisch fühlen. Ein Teil der Baumaßnahme war auch die Neugestaltung einer Radweg-Auffahrt auf den Donaudamm nahe des Kraftwerks südwestlich der Autobahnbrücke.

Im Moment werde an der offiziellen Verlegung des Donauradwegs gearbeitet – eine Verlegung, die bereits seit vielen Jahren angestrebt wird, so Axel Egermann, Geschäftsführer des Günzburger Regionalmarketings.

Nur wenige Tage nach der Eröffnung des neuen Radwegs, war bereits zu erkennen, dass einige Radfahrer das neue Angebot annehmen.

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