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Burgau

18.01.2019

Wegen BEV-Regelung: ESV Burgau streicht drei Ausländer aus dem Kader

Opfer der Ausländerregelung im BEV: Der Slowake David Tomecko wird nicht mehr für die Eisbären antreten.
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Opfer der Ausländerregelung im BEV: Der Slowake David Tomecko wird nicht mehr für die Eisbären antreten.
Bild: Ernst Mayer

Nun also doch: Der ESV Burgau hat auf die Verbands-Spielwertung reagiert. Welche Spieler diesem Schritt zum Opfer fallen und wie es jetzt weitergeht.

Die Entscheidung ist gefallen! Eishockey-Landesligist ESV Burgau beugt sich dem Bayerischen Eissport-Verband (BEV) und wird die weiteren Partien der Aufstiegsrunde zur Bayernliga nur noch mit zwei transferkartenpflichtigen Spielern (Ausländern) bestreiten.

Das entschieden Vereinsführung, Trainer und Mannschaft bei einem gemeinsamen Treffen am Donnerstagabend. Der Verein reagiert damit auf die Spielwertung des BEV, der den 5:1-Sieg des ESV Burgau über den EV Moosburg in eine Niederlage verwandelt hatte. Die Eisbären hatten im Spiel gegen Moosburg durch den Einsatz von mehr als zwei ausländischen Spielern nach Ansicht des Verbands geltende Regeln verletzt. Der ESV prüft rechtliche Schritte.

Vorerst will man sich nun der in der Bayernliga, aber eben nicht in der Landesliga gültigen Regelung fügen. Eine der beiden Ausländerpositionen bei den Eisbären ist ab sofort fest vergeben: Der Tscheche David Zachar wird diese Position einnehmen. Michal Horky (Tschechien) und Stefano Coco (Italien) werden im weiteren Saisonverlauf im Wechsel die zweite Ausländerposition auf dem Eis besetzen.

Drei Slowaken fallen bei Burgau der Ausländer-Regelung zum Opfer

Diese Entscheidung fordert auch Opfer. Die Slowaken Boris Drozd, Vladimir Klinga und David Tomecko werden in dieser Spielzeit nicht mehr für die Eisbären aufs Eis gehen. Das beschlossen ESV-Vorsitzender Werner Gebauer, sein Stellvertreter Christian Leitner, Abteilungsleiter Heinz Heinrich, Trainer Stanislav Hlozek, Kapitän David Heinrich und Spieler Niklas Arnold nach intensiver Diskussion.

ESV-Eigengewächs und Kapitän David Heinrich betont, er bedauere es, dass seine Mitspieler Drozd, Tomecko, und Klinga nicht mehr mitmachen dürften. Aber er trage die Entscheidung mit, nur noch mit zwei Ausländern aufzulaufen: „Wenn Spiele, die wir auf dem Eis gewonnen haben, uns dann nachträglich am Grünen Tisch wieder abgenommen werden, ist das frustrierend.“ Eine Situation wie nach dem überzeugenden Sieg gegen Moosburg wolle man nicht noch einmal erleben.

Auch Abteilungsleiter und Co-Trainer Heinz Heinrich war am Ende dafür, nur zwei Ausländer pro Spiel einzusetzen: „Das, was wir bei Auswärtsspielen erleben müssen, wie wir da behandelt werden, weil wir mit unseren EU-Ausländern spielen, war teilweise grenzwertig. Ich hoffe es wird jetzt besser“, so Heinrich. Der Vorwurf, eine „Söldnertruppe“ zu sein, wurde von den gegnerischen Fans der Eisbären immer wieder intoniert, obwohl Burgau in dieser Beziehung kein Einzelfall im bayerischen Eishockey ist.

Sind derzeit gar nicht gut auf den Bayerischen Eissport-Verband zu sprechen: Heinz Heinrich und Werner Gebauer vom ESV Burgau.
Bild: Ernst Mayer


Drei Neuzugänge mit deutschem Pass

Gegen die Aberkennung der Punkte aus der Partie gegen Moosburg hat Burgau Einspruch eingelegt. ESV-Chef Gebauer rechnet aber damit, dass trotz dieses Einspruchs das ursprüngliche Urteil und damit der Punktabzug bestehen bleiben. Wie es dann weitergehen könnte, prüft derzeit ein vom Verein beauftragter Fachanwalt für Sportrecht. Gebauer hofft derweil, dass der BEV für die kommende Saison eine eindeutige Regelung ausarbeitet. Dass in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga nur zwei transferkartenpflichtige Akteure und in den Abstiegsrunden der Landesligen unbegrenzt viele Ausländer eingesetzt werden dürfen, kann der langjährige Funktionär nicht begreifen. Zumal der abgeschlagene Letzte der diesjährigen Bayernliga-Saison, der EV Pegnitz, sich für die Verzahnungsrunde problemlos mit ehemals höherklassigen Spielern verstärken konnte, die eben einen deutschen Pass besitzen.

Auch Burgau musste in Sachen Kaderplanung noch einmal aktiv werden. Um nach dem Verzicht auf die slowakischen Akteure personell nicht in Not zu geraten, haben die Verantwortlichen noch drei Spieler verpflichten können. Beim Spiel in Fürstenfeldbruck am Freitagabend stehen mit Phillip Birk, Martin Keller und Dominik Schönwetter drei Neue auf dem Eis.

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