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Burgau

06.01.2018

Wie gut kennen die Burgauer ihre Stadt?

Kennst du Burgau? So lautet der Titel der Ausstellung des Fotoclubs Burgau-Gundremmingen mit Unterstützung der Stadt Burgau, die am Samstag eröffnet. Im Bild von links die Vorsitzende Yvonne Göppel, Ursula Barton, Stadtarchivarin Martina Wenni-Auinger, Klara Pfiffner, sowie Kurt und Barbara Ulbrich.
Bild: Peter Wieser

Eine Ausstellung des Fotoclubs im Schloss zeigt Orte und Details, die nur wenig beachtet werden.

Wo befindet sich das an die Hauswand gemalte Fenster, aus dem gerade eine Katze entgegenblickt? Zu welchem Haus gehört der prächtige Giebel mit dem Erker an der Seite? Und weist das Schild „Lammkeller, Gaststätte – Biergarten“ tatsächlich noch auf diesen hin? „ Das hab’ ich doch schon einmal irgendwo gesehen“, wird sich der eine oder andere beim Betrachten der Motive denken. „Kennst Du Burgau?“, so lautet der Titel der Ausstellung des Fotoclubs Burgau-Gundremmingen mit Unterstützung der Stadt Burgau im Burgauer Schloss. Am Samstag wird sie um 17 Uhr eröffnet, Mario und Manuel Mößlang, zwei Violinisten aus Offingen, werden ihr den musikalischen Rahmen geben.

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Collagen, in verschiedene Themenbereiche unterteilt, führen den Betrachter an Orte und zeigen Details, die dieser vielleicht kennen mag, aber im Alltag oder auf die Schnelle nur selten wahrnimmt. „Es gibt so Vieles, was in Burgau ganz speziell ist“, sagt Yvonne Göppel, die Vorsitzende des Fotoclubs.

Eine Stadt des Wassers

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Damit hat sie zweifellos recht, denkt man an die vielen Treppen, die stadtprägenden Gebäude, wie auch die für die Markgrafenstadt charakteristischen Plätze. Von den drei Mindelarmen und dem Erlenbach durchzogen, ist Burgau auch eine Stadt des Wassers. Bei der Ausstellung handelt es sich um Collagen auf zehn großen Tafeln, Einzelbilder würden den Rahmen sprengen. Vor anderthalb Jahren sei die Idee entstanden. „Anfang 2017 ging’s dann richtig los“, erzählt Yvonne Göppel weiter. Zehn aktive Fotografen des etwa 30 Mitglieder zählenden Fotoclubs befassten sich mit jeweils einem Thema, wie Treppen, Fenster, aber auch Kirchen, Gärten, Wasser und Landschaften. Stundenlang, waren sie unterwegs, um nicht nur die „schönen Ecken“ Burgaus, sondern auch die kleinen Details im Bild festzuhalten. Das Wetter musste passen und natürlich auch die Lichtverhältnisse, wie Morgensonne oder Abendlicht.

Letztlich galt es, die einzelnen Motive als Collage entsprechend passend zusammenzusetzen. Monika und Günter Schaaf aus Lauingen beschäftigten sich bei ihrem Thema Handwerksbetriebe, mit Burgauer Firmen und mussten sich zunächst einen Überblick über die Unternehmen verschaffen. Etwas einfacher hatte es Ursula Barton aus Offingen mit ihren „Geschäften und Schildern“. „Ich hab’s Fahrrad genommen, da war ich schneller“, meint sie schmunzelnd. „Der Betrachter soll überlegen“, bemerkt Yvonne Göppel, bei der es um die Giebel an den Gebäuden Burgaus geht. Gleichermaßen solle die Ausstellung auch zeigen was Burgau alles hat, und das sei eben eine ganze Menge. Um das Ganze etwas zu vereinfachen, haben die Mitglieder an den einzelnen Tafeln Mappen, sozusagen zum Spicken, vorbereitet, in denen die einzelnen Motive beschrieben sind und auch steht, wo sie sich befinden. Am Sonntag, 7. Januar, wird 15 Uhr zudem eine spezielle Führung stattfinden.

Wie hat sich die Fotografie entwickelt?

Die Ausstellung wird auch von einem Rahmenprogramm begleitet. Im ersten Stock zeigt Kurt Ulbrich mit Kameras und Projektoren aus seiner Sammlung thematisch geordnet die Entwicklung der Fotografie nach 1945 – von der Kodak Retina 1a, analogen Nikons oder Minoltas bis hin zu den ersten Polaroid- und Digitalkameras.

Am Sonntag, 14. Januar, lädt der Fotoclub zu einem Fotospaziergang durch Burgau ein, „zu Stellen, an die man nicht unbedingt hinkommt, wenn man nicht gerade muss“, wie Yvonne Göppel bemerkt. Neben Tipps und Informationen soll sich der Teilnehmer auch mit Kleinigkeiten, wie Blickwinkel oder dem Stand der Sonne beschäftigen. Treffpunkt ist um 14 Uhr im Schloss, der Fotoclub bittet dabei um Voranmeldung unter der Telefonnummer 08222/ 2346. Am Sonntag, 21. Januar um 15 Uhr, wird Stadtarchivarin Martina Wenni-Auinger mit Ihrem Bildervortrag „Burgau früher - ein Ort zum Verlieben“ die Motive der Ausstellung in historische Ansichten mit einbeziehen.

Die Ausstellung, die die Markgrafenstadt auf eine ganz besondere Art und Weise und einmal von einer anderen Seite zeigt, kann bis zum 4. Februar, jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr, besichtigt werden.

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