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Freihalden

29.12.2019

Zwischen Wiesen und Feldern können Bürger einen Baum pflanzen

Nun gibt es bei Freihalden ein Bürger-Streuobstwiese. Das Bild zeigt (von links) Walter Vottner (Bauhof Jettingen-Scheppach), Wolfgang Forstner, Raimund Oberschmid und Michael Rummler sowie Bürgermeister Hans Reichhart.
Bild: Heinzmann/Gemeinde Jettingen-Scheppach

Kurz vor dem Ortseingang bei Freihalden gibt es jetzt eine 3000 Quadratmeter große Bürger-Streuobstwiese.

Die Idee ist einfach: Bürger erwerben bei der Baumschule einen Obstbaum, die Marktgemeinde Jettingen-Scheppach stellt ein Grundstück zur Verfügung, Mitarbeiter des Bauhofs unterstützen beim Pflanzen und kümmern sich um die Pflege, und die Obstbaumbesitzer ernten später ihr eigenes Obst.

Innerhalb kürzester Zeit wurde eine gut 3000 Quadratmeter große Wiese, von Jettingen kommend kurz vor dem Ortseingang von Freihalden gelegen, mit 20 Apfel-, Birnen,- Kirsch- und Zwetschgenbäumen bepflanzt.

Es wird noch dauern, bis die Bäume Früchte tragen

Mit dickem Filzstift ist an den Pfählen beschrieben, um welche Obstsorten es sich bei diesen handelt. Ein bisschen dauern wird es allerdings noch, bis die Bäume ihre ersten Früchte tragen. Dass die Resonanz auf die Flugblätter, die man zuvor verteilt habe, so groß gewesen sei, das hätte er selbst nicht gedacht, so Jettingen-Scheppachs Bürgermeister Hans Reichhart. Aus allen Ortsteilen hätten sich Bürger beteiligt. 2005 hatte er bei Allerheiligen in Scheppach selbst ein eigenes Grundstück zur Verfügung gestellt, auf dem ein Obstlehrpfad entstanden ist.

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Streuobstwiesen tragen nicht nur zur Gestaltung und zur Vielfalt der Landschaft bei, gerade im Hinblick auf das Nahrungsangebot für Insekten und Vögel sind sie von großer Bedeutung. Was kann man in der Gemeinde nachhaltig – anstelle von Straßen oder der Ansiedlung von Industrie – verwirklichen? Warum nicht zu Weihnachten oder zu einem Geburtstag einmal einen Gutschein für einen Obstbaum verschenken? Michael Rummler aus Scheppach ist einer der neuen Obstbaumbesitzer und gerade dies habe ihn dazu bewogen, mit einem Apfel- und einem Birnbaum zur Bürger-Streuobstwiese beizutragen.

Früher gab es in jedem Garten einen Obstbaum

Ähnlich sieht es Wolfgang Forstner aus Jettingen: Zusammen mit seiner Frau habe er dem zweieinhalb Jahre alten Enkel Vincent einen Apfelbaum geschenkt. „Früher gab es hinter jedem Bauernhof einen großen Garten mir Obstbäumen – eben Streuobstwiesen“, fügt Raimund Oberschmid, ebenfalls aus Jettingen, hinzu. Auch er hat einen Apfelbaum gepflanzt.

Die Marktgemeinde Jettingen-Scheppach möchte noch mehr geeignete Grundstücke bereitstellen, die Bürger können sich weiterhin an der Aktion „Streuobstwiese“ beteiligen. Damit dies auch professionell geschieht, ist zunächst eine Rücksprache mit der Gemeinde notwendig und um einen Hochstamm muss es sich aufgrund der einfacheren Pflege ebenfalls handeln. Möglicherweise entstehen auf diese Weise rund um Jettingen-Scheppach schon bald noch mehr solcher ökologisch wertvollen Flächen, vielleicht auch Infotafeln, die auf die Aktion hinweisen. Vielleicht gibt es sogar die eine oder andere Bank, die dann zum Verweilen an einer der Jettinger Streuobstwiesen einlädt. (zg)

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