Newsticker

RKI meldet am Sonntag 14.611 neue Corona-Fälle

Kreisliga West

30.10.2017

Blick zurück im Zorn

Angefressen: Günzburgs Trainer Marco Chessa.
Bild: Ernst Mayer

Günzburgs Trainer geht mit dem Unparteiischen schwer ins Gericht

0:1): Das Glück nicht unbedingt auf seiner Seite hatte der FC Günzburg an diesem windigen Samstagnachmittag. Die Heimniederlage gegen Aislingen trat beinahe in den Hintergrund, obwohl Daniel Klement praktisch mit dem Schlusspfiff traf. Zu angefressen waren die Gastgeber. Denn einer hatte ihrer Einschätzung nach kräftig mitgeholfen, dass die Partie so endete. FC-Trainer Marco Chessa, eigentlich einer der Sachlicheren in diesem Metier, ließ jedenfalls kein gutes Haar am Unparteiischen. Er hatte eine desolate Leistung von Luca Riedl gesehen. Chessa, der im Lauf der Partie wie seine Spieler Andreas Buchta und Steffen Benke sowie dem Zeugwart des gastgebenden Vereins des Feldes verwiesen wurde, zeigte sich auch am Tag danach emotional angefressen. „Solche Leistungen machen den Amateurfußball kaputt“, war seine finale Zusammenfassung in Sachen Schiedsrichter.

Spielerisch war sein Team meist überlegen gewesen. Aislingen hatte mit einer recht robusten Spielweise sein Glück versucht, was Referee Riedl aus Günzburger Sicht nicht genügend ahndete. Das 0:1 durch Andreas Eisenhut entsprang allerdings einem Missverständnis in der Hintermannschaft des FC.

Trotz der aufgebrachten Stimmung schaffte Günzburg zehn Minuten vor Schluss den Ausgleich durch Steffen Benke. Der Torschütze hatte Sekunden zuvor wegen einer „Nichtigkeit“ Gelb und keine Minute danach für „Nichts“, so die Ansage seines Coaches, knallrot gesehen. Mit zwei Feldspielern weniger (Buchta hatte die Ampelkarte erhalten/69.) und dem Coach auf der Tribüne versuchte Günzburg trotzdem, drei Punkte zu ergattern – ein Sturmlauf, der nach hinten losging.

(1:0): Nur etwas mehr als 50 Zuschauer hatten an diesem unwirtlichen Nachmittag den Weg ins Mindelstadion gefunden. Sie konnten einen sicheren und nie gefährdeten Sieg ihrer TSG gegen meist harmlose Gäste beobachten.

Holzheim versuchte es von Anfang an mit einer sehr ausgeprägten Defensive. Meist galt es für die TSG-Offensive, eine Vierer- und eine dahinterstehende Fünferkette zu bearbeiten. Das tat Thannhausen im Stil einer Spitzenmannschaft. Immer wieder rollten variable Angriffe, meist über die Flügel vorgetragen, auf den Gästekasten zu. Der enormen Ballsicherheit und Spielfreude der Thannhauser hatte Holzheim nichts entgegenzusetzen. Das 1:0 durch Arlid Berisha kurz vor der Pause war der Lohn der Geduld (38.). Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Die TSG spielte und Holzheim rührte Beton an. Doch es ergaben sich auch so Chancen. Daniel Bobitiu scheiterte mit einem herrlichen Fallrückzieher. Als eine Viertelstunde vor Schluss Partik Merkle auf 2:0 stellte, war der Sieg in trockenen Tüchern.

(1:3) Drei wichtige Punkte fuhren die Blau-Weißen gegen starke Gastgeber ein. Dabei geriet Ellzee schnell in Rückstand; Bernd Ostertag traf (9.). Danach übernahmen dann aber die Gäste das Kommando und Max Lauer erzielte den Ausgleich (20.). Nun spielte eigentlich nur noch ein Team - die SpVgg. Großer Antreiber war Tobias Holdenrieder, der nach 40 Minuten nur durch ein Foul im Sechzehner gebremst werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Holdenrieder selbst souverän. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte segelte ein Freistoß von Marcus Bornschlegl in den Strafraum, Goalgetter Max Lauer stand da, wo er hingehört und traf zum vorentscheidenden 3:1. In den zweiten 45 Minuten ergaben sich noch mehrere gute Möglichkeiten für die Ellzeer. Weil sie vergeben wurden, kam Haunsheim durch den Elfmeter-Treffer von Denis Böhm (70.) noch einmal heran.

(2:0): Reisensburgs Trainer Peter Aust musste wieder den gleichen Fehler wie zuvor nach dem Spiel gegen Günzburg bemängeln: die unzureichende Chancenverwertung. Denn die SG war in den ersten Minuten durchaus dominant, erspielte sich auch Möglichkeiten. Dann musste man das 1:0 durch Mathias Beck hinnehmen (33.) und zeigte sich davon erst mal beeindruckt. Nach einem durchaus vermeidbaren Foul im Strafraum kassierte der Gast per Elfmeter gar das zweite Gegentor durch Bernd Scheu. Nach einer intensiven Kabinenanalyse wollte es die SG noch einmal wissen. Reisensburg machte Druck, erspielte sich auch neuerlich Chancen, aber nur Philipp Schmid nutzte eine (71.). Durch zwei vermeidbare Gelb-Rote Karten für Leopold Munk (87.) und Niklas Fink (90.) brachte man sich dann um die letzten Chancen. Mathias Beck traf dagegen in der Nachspielzeit noch zum Endstand.

(0:1): Eine verdiente, wenn auch unnötige Niederlage kassierte der SV Waldstetten gegen einfach hungrigere Gäste. Die Hausherren waren gegenüber den zuvor gezeigten Leistungen nicht wiederzuerkennen und kassierten nach etwas mehr als einer halben Stunde das 0:1. Als man nach einer Ecke den Ball nicht klären konnte, nahm sich Fabian Findler ein Herz, zog aus gut 16 Metern ab und der Ball schlug im Kreuzeck ein. Nach dem Wechsel dauerte es lange, bis die Heimelf ins Spiel fand. Doch da war es eigentlich schon gelaufen. Denn nachdem Waldstetten durch Dominik Lohr fast den Ausgleich erzielt hätte, kassierte der Gastgeber nach einer schönen Kombination der Gäste über die linke Seite durch Nico Fritz praktisch im Gegenzug das 0:2 (61.). Als fünf Minuten später Sebstian Hofmiller völlig zurecht die Rote Karte sah, war die Messe in Waldstetten gesungen. Die Gastgeber steckten allerdings nie auf und wurden durch den Elfmetertreffer von Daniel Seitz belohnt (90.+3). Bitterer Beigeschmack: Seitz verletzte sich bei der Ausführung so stark, dass er der Mannschaft wohl für einige Zeit fehlen dürfte. (diz)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren