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Interview

11.01.2019

„Das bringt die jungen Leute weiter“

Michael Schaeffer

Was den Dasinger Spartenchef Michael Schaeffer an der modernen Variante des Hallenfußballs begeistert

Sie haben sich bei der Auslosung zur Bezirks-Endrunde als großer Futsal-Fan präsentiert und dabei als Spartenchef ausdrücklich für die ganze Fußball-Abteilung des TSV Dasing gesprochen. Solche Worte hört man eher selten in Schwaben.

Es hilft niemandem, immer nur an früher zu erinnern. Wir leben jetzt, nicht in der Vergangenheit. Früher ist man mit der Postkutsche gefahren, das macht man heute nicht mehr. Und Futsal ist einfach die neue Art, in der Halle Fußball zu spielen. Das haben wir beim TSV Dasing von Beginn an akzeptiert.

Andere Vereine und Fans tun sich da schwer.

Wenn man schon von Verbandsseite nur Lippenbekenntnisse abgibt und sich nicht konsequent dazu bekennt, wird diese Diskussion auch nie aufhören.

Denken Sie nach einigen Jahren Erfahrung, dass Futsal sogar Vorzüge gegenüber dem klassischen Hallenfußball hat?

Selbstverständlich. Der Fußball auf dem Rasen ist technischer, schneller, filigraner geworden. Futsal ist einfach die konsequente Übertragung dieses modernen Fußballs in die Halle. Um gut Futsal zu spielen, muss ich schnell im Kopf sein, ich muss eine gute, enge Ballführung haben, ich muss mich fast bis zum Tor durchkombinieren, weil es mit diesem leblosen Ball keinen Sinn macht, einfach draufzuhauen – und das alles bringt die jungen Leute auch auf dem Rasen weiter.

Ihr Verein hat sich jetzt zum zweiten Mal in drei Spielzeiten für die Schwaben-Endrunde qualifiziert, obwohl er lediglich in der Kreisklasse spielt. Was machen Sie in Dasing anders als viele andere?

Wir nehmen das seit sechs Jahren total an. Wir besetzen auch keine Turniere, in denen nicht Futsal gespielt wird. Unsere Nachwuchstrainer in allen Altersklassen haben das von Anfang an voll umgesetzt.

Vor zwei Jahren wurde die Endrunde im K.o.-System ausgetragen, Dasing war nach einem Spiel ausgeschieden. Jetzt gibt es zwei Vierer-Gruppen und garantiert drei Spiele für jeden Teilnehmer. Läuft’s diesmal erfolgreicher?

Alles kann, nichts muss – das ist unser Motto. Und warum sollten wir nicht für eine Überraschung gut sein? Den Druck haben doch die anderen, wir können nur überraschen. Wir haben anderthalb bis zwei Busse voll, unser Fanblock wird also auf jeden Fall in der Halle sein. Und wir werden Spaß haben, da bin ich mir sicher. Interview: Jan Kubica

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