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Interview

25.11.2017

Der FC Ebershausen geht neue Wege

Sie bilden das neue Fußballgremium (von links): Johannes Steidle (22), Joachim Weiss (39), Sebastian Lenz (20) und Franz Bader (33).
Bild: Tobias Schlosser

Was sich Abteilungsleiter Franz Bader und der Verein von der Bildung eines Fußballgremiums erhoffen

Herr Bader, der FC Ebershausen hat seine Abteilung Fußball neu aufgestellt. Was heißt das im Detail?

Wir haben ein vierköpfiges Fußballgremium gegründet, dem Johannes Steidle, Joachim Weiss, Sebastian Lenz und ich angehören. Das sind alles Personen, die zurzeit beim FC Ebershausen aktiv Fußball spielen oder einmal aktiv waren.

Wurden diese Personen ins Gremium bestimmt oder gewählt?

Weder noch. Jugendleiter Joachim Weiß und ich in meiner Eigenschaft als Abteilungsleiter Fußball waren überzeugt, dass man die vielseitigen Aufgaben auf mehrere Schultern übertragen muss. Und so haben wir uns um junge personelle Verstärkung bemüht und diese in Johannes Steidle und Sebastian Lenz gefunden.

Was ist das Ziel des Gremiums?

Ziel soll eine Zusammenführung der Kompetenzen im Jugend- sowie Erwachsenenbereich sein.

Können Sie das ein bisschen näher erläutern?

Das Gremium soll in erster Linie einen besseren Übergang und vor allem koordiniertere Information zwischen unserer Jugendabteilung, die sechs Mannschaften im Spielbetrieb hat, und den erwachsenen Fußballern gewährleisten. Dieses Gremium wird sich regelmäßig treffen und in allen Fußballfragen, egal ob Jugend oder Senioren, entscheiden. Somit sind auch alle vier Mitglieder des Gremiums für beide Bereiche Ansprechpartner.

Haben die vier Gremiumsmitglieder darüber hinaus noch jeweils spezielle Zuständigkeitsgebiete?

Teils, teils. Johannes Steidle zum Beispiel soll vor allem den Kontakt zu den Jugendfußballern pflegen, nicht zuletzt auch zu jenen, die zu anderen Vereinen gewechselt sind, weil sie dort die Möglichkeit haben, höherklassig zu spielen.

Es soll in letzter Zeit ja nicht alles nach Wunsch gelaufen sein beim FC Ebershausen. Zum Beispiel sollen Jugendspieler den Verein verlassen haben oder die Fußballstiefel an den Nagel gehängt haben. Will man solche und andere Ereignisse dank des Gremiums künftig ausschließen?

Ich denke, ausschließen kann man so etwas nie ganz. Aber man kann zumindest versuchen, dem vorzubeugen indem man nicht nur mit den jungen Spielern, sondern auch mit deren Eltern im Gespräch bleibt und dazu immer wieder mal Präsenz zeigt. Schließlich ist die Vereinsbindung bekanntlich heutzutage nicht mehr so fest wie früher. Heute ist es leider so, dass die Jugendspieler sagen: Da ist die Mannschaft besser, da geh’ ich hin.

Gib es für das vom FCE jetzt praktizierte Modell einen Vorbildverein?

Nein, den gibt es nicht. Es war unsere eigene Idee, einfach weil wir gesehen haben, dass es so wie bisher in Zukunft nicht mehr so funktioniert, wie wir das gerne hätten.

Noch ein Blick aus aktuelle Fußballgeschehen: Der FC Ebershausen liegt in der Kreisklasse West 1 auf Platz acht, also jenseits von Gut und Böse. Entspricht das den Erwartungen oder könnte es etwas mehr sein?

Für die erste Saison unter dem neuen Trainer ist das priorisierte Ziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das zweite Jahr ist ja bekanntlich immer das schwerste. Längerfristig muss es das Ziel sein, stetig junge Spieler in den Herrenbereich zu integrieren. Nur dadurch ist eine langfristige erfolgreiche Entwicklung für den gesamten Verein möglich.

Am Sonntag ist der FCE beim Zehntplatzierten Türkspor Ichenhausen zu Gast. Wie tippt der Fußball-Abteilungsleiter?

Ich tippe auf ein 2:2-Unentschieden. Interview: Alois Thoma

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