Landesliga

13.01.2020

Eine Wette auf die Zukunft

Einer der Jungen im Niederraunauer Team: Johannes Rosenberger (hier im Heimspiel gegen Allach).
Bild: Ernst Mayer

Vielleicht reift in Niederrraunau ein großes Team heran. Im Hier und Jetzt fehlen den Jungspunden teilweise noch die Mittel

Ihrer Favoritenrolle voll und ganz gerecht geworden sind die Landesliga-Handballer des Eichenauer SV in der Partie beim TSV Niederraunau. Der Gastgeber zeigte in Krumbach eine eher schwache Leistung, die 23:30-Niederlage ging in Ordnung.

Das Niederraunauer Team kann derzeit mit einer Wette auf die Zukunft verglichen werden. Allein vier Jugendspieler standen im Schulzentrum nicht nur im Aufgebot, sondern auch oftmals auf dem Feld. Dazu gesellte sich die junge Garde, die gerade im ersten oder zweiten Senioren-Jahr steht. Gestandene Landesligaspieler mit Erfahrung findet man gerade noch mit Oliver Kiebler und Mathias Waldmann, dazu kommen Armin Hessheimer und Maximilian Jekle, die beide im besten Torhüter-Alter stehen. Aus diesen Gründen trat die wohl jüngste Landesliga-Formation aller Zeiten gegen den derzeitigen Tabellenzweiten an.

In dieser Saison geht es aber nicht um die Zukunft, sondern um den Verbleib in der extrem ausgeglichenen Liga. Nach der Vorrunde haben die Raunauer Jungs mit 14:12 Punkten zwar ein hübsches Polster, ausruhen darf sich darauf aber niemand. Nervenstärke war noch selten das Kennzeichen einer jungen Mannschaft.

Eine Wette auf die Zukunft

Anfangs sah alles gut aus. Die knapp 400 Zuschauer sahen einen fulminanten Auftakt. Nach gerade einmal acht Minuten stand es bereits 6:4. Die Raunauer Aufstellung mit den älteren Spielern wirkte souverän im Angriffsspiel. Mathias Waldmann, Moritz Kornegger, Lasse Sadlo und Johannes Rosenberger ließen mit ihren Toren Hoffnung aufkommen. Von Beginn an war aber auch feststellbar, dass die Raunauer Schwierigkeiten bekommen würden mit den Riemschneider-Brüdern. Abgeklärt agierten beide im Rückraum und am Kreis. Ansatzlos fiel auch das 6:5 durch Manuel Riemschneider.

In Zeitspielgefahr mussten die Raunauer dann einen Kempa-Pass spielen. Es wäre das schönste Tor des Tages geworden, doch Björn Egger hatte auf Zuspiel von Mathias Waldmann wohl schon den Hallenboden berührt, bevor der Ball wieder die Hand verließ. Zum Trost erzielte Egger im nächsten Angriff doch noch das 7:5.

Dann kam die entscheidende Phase. Die erfahrenen Eichenauer, nun auch wirkungsvoll unterstützt von Christian Lieb, nutzten die vielen Wechsel und eine sich immer stärker abzeichnende Abwehrschwäche der Raunauer gnadenlos. Der Halbzeitstand von 10:17 war aus Sicht der Gastgeber eine deutliche Quittung für viele vergebene Chancen und fehlendes Zupacken.

Die zweite Hälfte gestalteten die Raunauer dann wenigstens ausgeglichen. In einem teilweise wilden Spiel mit vielen ausgelassenen klaren Möglichkeiten bewiesen sie ihr Talent. Selbst als beim 19:29 ein Debakel drohte, gab das Team nie auf und antwortete mit besonders schönen Spielzügen. Bezeichnend das 22:30 durch Johannes Rosenberger. Wie er hier von Marius Waldmann in Szene gesetzt wurde und dadurch plötzlich frei vor dem Torhüter war, nährt die Zukunftshoffnungen. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Jekle; Kiebler (2/19, Rothermel (2/1), Schäfer, Sadlo (2), Mat. Waldmann (6/3), Hegenbart (1), Egger (2), Blösch (1), Kornegger (1), Rosenberger (5), Baumgarten, Mar. Waldmann (1)

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