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Handball

27.10.2017

Es soll wieder ordentlich scheppern

Keinen Ball verloren geben, immer hellwach sein, stets die Augen auf die Situation gerichtet: Diese Spielszene mit dem Günzburger Jonas Lehr steht beispielhaft für die bisherigen Heim-Auftritte der Weinroten.
Bild: Ernst Mayer

Günzburg fühlt sich bereit für den Bayernliga-Kracher. Die Hochburg Rebayhalle war bisher uneinnehmbar. Nicht nur deshalb werden diesmal besonders viele Fans erwartet

Die Handball-Hochburg Rebayhalle verteidigen: Genau das haben sich die Asse des VfL Günzburg für das anstehende Bayernliga-Spitzenspiel gegen den TV Erlangen-Bruck vorgenommen. Allein schon, um die Vorgabe von Trainer Stephan Hofmeister zu erfüllen. Dessen ambitionierter Drei-Jahres-Plan sieht in der zweiten Bayernliga-Saison unter anderem keine Heimniederlage vor. Doch der Brocken aus Mittelfranken ist ein großer. Erlangen-Bruck hat bislang alle sechs Begegnungen gewonnen und grüßt von der Tabellenspitze. Anspiel zum Duell zwischen dem Dritten und dem Primus ist am Samstag um 19.30 Uhr.

Erlangen-Bruck gehörte schon in der vergangenen Saison zu den Besten der bayerischen Eliteliga. Jäh und unvorbereitet wurden dem Traditionsverein im Schatten des in der Region alles auffressenden Erstligisten HC Erlangen Punkte abgezogen. Rein formal kam es bei den ausufernden Sonderspielberechtigungen zu einem Lapsus, Unsportlichkeit und Vorteilsnahme unterstellte freilich niemand. Da derartige Mängel nicht nachträglich heilbar sind und der BHV unbedingt recht haben wollte, blieb es nach einigen Rechtsinstanzen bei den Punktabzügen. Urplötzlich befand sich ein Spitzenteam in Abstiegsgefahr. Erst in der Endphase der Saison war alles wieder gut.

Die Auftritte der Mittelfranken in der aktuellen Runde waren spitzenmäßig. Hintereinander wurden die beiden Top-Meisterschaftsfavoriten DJK Waldbüttelbrunn und TSV Friedberg in die Schranken verwiesen, davor der starke Aufsteiger TSV Ottobeuren gedemütigt. Die Geheimnisse liegen vor allem im besten Umschaltspiel der Liga. Mit Philipp Hirning verfügen die Erlanger über einen wahren Antreiber. Auf der Königsposition bietet das Team mit Steffan Mayer den Führenden der Torschützenliste. Acht Treffer gelingen ihm im Durchschnitt, wobei viele Siebenmeter darunter sind. Insgesamt ist er kein typischer Torjäger, sondern eher ein feinsinniger Techniker, der seine Nebenleute geschickt in Wurfposition bringt.

Der VfL Günzburg freut sich nach der Zittersaison darauf, jetzt Gastgeber eines Spitzenspiels zu sein. Hofmeister sieht seine Schützlinge nicht einmal als Außenseiter: „An der jüngsten Niederlage in Lohr waren wir selbst schuld. Sie war unnötig“, urteilt er in der Rückschau. Alle anderen Spiele betrachtet er als „ergebnis-orientiert in Ordnung, besonders die Krisenresistenz in schwierigen Situationen war beeindruckend“.

Pünktlich kehrt mit Niko Hermann ein wichtiger Abwehr- und Gegenstoßspieler ins Team zurück. Das erhöht die taktischen Möglichkeiten. Auch die Verletzung von Pascal Buck stellte sich als nicht so schwerwiegend wie vermutet heraus. Der wurfgewaltige Linkshänder läuft schon wieder.

Schon traditionell zu den Herbstferien starteten die Weinroten eine Freikarten-Aktion. 500 Billetts gingen an Günzburger Vereine und Schulen. Damit es beim Kracher auch ordentlich scheppert, kommen erstmals nagelneue Klatschen zum Einsatz. Gleich 5000 Stück stellten Sponsoren zur Verfügung. (zg)

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