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Fußball-Landesliga

24.11.2017

Kein Wiedersehen mit den alten Freunden

Engagiert und äußerst erfolgreich: Markus Riesenegger, Interimscoach des SC Ichenhausen.
Bild: Josef Abt

Warum Markus Riesenegger im Derby nicht auf der Bank des SC Ichenhausen sitzt.

Gut möglich, dass die kurze und überaus erfolgreiche Trainer-Zeit von Markus Riesenegger beim Fußball-Landesligisten SC Ichenhausen schon wieder vorbei ist. Für das Gastspiel der Königsblauen beim FC Gundelfingen an diesem Samstag (Anstoß ist um 14 Uhr) steht er nicht zur Verfügung. Ob die nachzuholende Partie beim SV Egg/Günz wie geplant am 2. Dezember stattfinden kann, hängt in den Wolken. Danach ist auf jeden Fall Winterpause – und damit das Ende seines Freundschaftsdienstes als Übergangstrainer.

Die „Rückkehr zu Freunden“ fällt für Riesenegger aus. Der 47-Jährige war immerhin schon Spieler, Co-Trainer und Abteilungsleiter beim FC Gundelfingen. Seine Abwesenheit heute soll aber keinesfalls signalisieren, dass er dem Duell mit den alten Kumpels aus dem Weg gehen will. „Es war von Anfang an klar, dass ich wegen eines gebuchten Urlaubs in diesem Spiel fehlen werde“, erklärt Riesenegger.

Rudi Schiller, der sportliche Leiter der Ichenhauser, hat erst gar nicht ernsthaft versucht, seinen Spezi für eine Fortsetzung des Engagements zu gewinnen. „Es war ein Gefallen, er wollte mir helfen. Es war nie ein Thema, dass er weiter macht“, betont der Funktionär und schiebt mit bedauerndem Unterton hinterher: „So schade das ist.“

Die SCI-Fußballer, so viel wurde deutlich in den sechs Trainingswochen seit Rieseneggers Ankunft, stehen hundertprozentig hinter dem 47-Jährigen. Auch Schiller lobt: „Großen Respekt, wie er die Mannschaft auf Zug gebracht hat.“ Zehn Zähler holte das Team in vier Begegnungen unter „Riese“, bewegte sich nach zuvor harten Tagen gefühlt weit weg von der Abstiegszone – auch wenn das die Tabelle (noch) nicht ausweist. Auf Platz 13 gelistet, trennen die Königsblauen acht Zähler von der roten Linie, so viele wie vom Tabellenvierten. Und Ichenhausen darf noch einmal öfter ran als alle dahinter platzierten Kellerkinder.

Aufgabe des neuen Mannes (er soll kommende Woche präsentiert werden) wird also sein, die eingeleitete Trendwende fortzusetzen und den SCI möglichst schnell ans sichere Gestade zu führen. Hilfreich für diesen Versuch wäre sicher, wenn die Königsblauen den neuen Schwung über die Winterpause konservieren könnten. Ein Punkt beim Derby in Gundelfingen ist das erklärte Ziel. Riesenegger hat die Mannschaft „ganz gezielt“ vorbereitet. „Ich hoffe, dass sie auch in Gundelfingen etwas mitnehmen wird“, sagt er.

Dass es bei den Ichenhausern wieder deutlich besser läuft, hat auch FCG-Coach Karlheinz Schabel genau registriert. Er macht allerdings bei seinem Team ebenfalls einen positiven Trend aus. „Klammern wir die beiden Spiele beim TSV Nördlingen und gegen den SV Cosmos Aystetten aus, als wir uns selbst um mögliche Punkte gebracht haben, haben wir eine ganz ordentliche Serie hingelegt“, betont er. Dass die Grün-Weißen jüngst sogar taktisch flexibler agierten, freut den 55-Jährigen, „denn darauf haben wir lange hingearbeitet“.

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