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Fußball-Landesliga

13.05.2018

„Man lernt halt auch mit 60 nicht aus“

Das Funktionärsdasein ist nicht immer ein reiner Quell der Freude: Rudi Schiller ist derzeit auf einige Spieler nicht gut zu sprechen.
Bild: Ernst Mayer

Ichenhausens Sportleiter Rudi Schiller kritisiert nach dem 1:3 in Olching den Schiedsrichter. Im Rückblick spricht er auch von persönlichen Enttäuschungen.

Wie erwartet fiel Maximilian Lamatsch die für einen Feldspieler undankbare Aufgabe zu, im Landesliga-Spiel beim SC Olching das Tor des SC Ichenhausen zu hüten. Der Spezialist fürs Toreschießen konnte freilich nichts dafür, dass die Königsblauen am Samstag 1:3 (0:2) verloren. Sportleiter Rudi Schiller lobte nach den 90 Minuten: „Ihm können wir nichts ankreiden, das war richtig gut.“ Die Böcke schossen andere – auch Schiedsrichter Philipp Rank.

Was der bei einem völlig harmlosen Laufduell im Strafraum der Ichenhauser gesehen hatte, wird womöglich auf ewig sein Geheimnis bleiben. Ein Olchinger ging zu Boden, der Pfiff ertönte und einige Akteure der Oberbayern fielen sich ob dieser Strafstoß-Entscheidung feixend in die Arme. Antonio Jara Andreu ließ sich in seiner Konzentrationsphase nicht beirren und schob die Kugel lässig in die Maschen (22.).

Die Ichenhauser zeigten sich kaum geschockt, hielten in dieser spielerisch ausgeglichenen ersten Halbzeit dagegen und hatten ein paar gute Gelegenheiten. Zunächst zielte Andreas Beckmann knapp am Tor vorbei (25.), dann verpasste Daniel Dewein nach einer schönen Aktion von Stefan Strohhofer das Ziel knapp (32.). Sturmspitze Strohhofer selbst hatte auch noch ein Riesending auf dem Fuß, doch ein Olchinger klärte in letzter Sekunde (42.). Das zweite Tor der Partie fiel – in dieser Phase überraschend – auf der anderen Seite des Spielfeldes. Als die Olchinger die Kugel in der zweiten Minute der Nachspielzeit auf die Linksaußenposition spielten, verfolgte Lamatsch – nachdem er sich zum Rauslaufen entschieden hatte, blieb ihm gar nichts anderes übrig – den ballführenden Mann Richtung Eckfahne. Prompt kam aus der Drehung die Flanke in den Fünfmeterraum und der in dieser Szene viel zu passive Außenverteidiger Christoph Schiller verweigerte das Kopfball-Duell mit Stefanos Bavas, der deshalb ungestört einnicken durfte (45.+2).

Noch war nichts verloren und die Königsblauen kamen entsprechend schwungvoll aus der Kabine. Das Anschlusstor hätte fallen müssen, als sich Dewein und Strohhofer nach wenigen Minuten eine Riesen-Doppelchance bot. Kurz danach verweigerte der Unparteiische den Gästen einen glasklaren Handelfmeter. Dennoch gelang das 1:2, denn ein Olchinger lenkte einen Schuss von Dewein unhaltbar für seinen Torwart ins kurze Eck ab (55.).

Anschließend wollten die Ichenhauser mehr, sie brachten aber nichts Konstruktives zustande. Und so machten die Gastgeber noch das dritte Tor: Als ein Freistoß an den Pfosten klatschte, reagierte Christos Nikiforidis am schnellsten und schob den Ball ins Netz (87.).

Schiller hakte die Niederlage ab. Den Klassenerhalt hatten die Seinen ja längst eingetütet und der Funktionär lobte auch den letztlich „sehr guten Tabellenplatz“. Aus menschlicher Sicht freilich wird er sich nicht gerne an dieses Spieljahr erinnern. Zusammenfassend sagte Schiller: „Das war eine schlimme Saison, es gab sehr große Unruhe. Von einigen Spielern bin ich sehr enttäuscht. Aber man lernt halt auch mit 60 nicht aus.“

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