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Olympia

03.08.2016

Medaillenträume in Waldkirch

Anna Korakaki mit Siegi, dem Maskottchen des Meisterteams aus Waldkirch. Die Griechin tritt nun bei den Olympischen Spielen an.
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Anna Korakaki mit Siegi, dem Maskottchen des Meisterteams aus Waldkirch. Die Griechin tritt nun bei den Olympischen Spielen an.
Bild: Martin Gah

Zwei Asse aus dem Luftpistole-Meisterteam schüren große Hoffnung bei der Schützenfamilie in Schwaben und in ihrer Heimat. Am Wochenende geht’s an die Stände

Traditionell am Anfang Olympischer Spiele stehen die Wettkämpfe der Schützen. In Rio de Janeiro geht’s für die Könner mit der Luftpistole gleich am Samstag (Männer) und am Sonntag (Frauen) an die Stände. Mittendrin: zwei ausländische Schützen aus den Reihen der deutschen Meistermannschaft von Edelweiß Waldkirch.

Aus dem Mutterland der Olympischen Spiele kommt die Griechin Anna Korakaki. Im Jahr 2015 wechselte sie nach Waldkirch. Die 20-Jährige lebt in Thessaloniki und studiert dort Lehramt für Kinder mit Handicap, also dasselbe Fach, das auch Waldkirchs Cheftrainerin Elfriede Weigelt studiert hatte.

Eigentlich ist nichts Besonderes daran, wenn die Tochter eines griechischen Nationalschützen auch Sportschützin wird. Aber der Weg dahin verlief nicht ganz gerade. Zunächst betrieb Korakaki Leichtathletik, aber dann zog sie sich eine Verletzung zu und musste sich ein anderes Hobby suchen. Also begleitete sie ihren Vater zu einem Wettkampf und fand Gefallen an diesem „mentalen Sport“. So begann sie im Jahr 2009 ihre Schützenkarriere. Beim Finalturnier der Bundesliga 2016 in Rotenburg an der Fulda gewann Anna Korakaki in drei K.o.-Runden zwei Duelle und hatte somit maßgeblichen Anteil am Meistertitel der Waldkircher.

Medaillenträume in Waldkirch

Korakaki gehört zum griechischen Nationalteam. 2014 wurde sie Junioren-Europameisterin und belegte den dritten Platz bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Beim Weltcup-Finale 2015 wurde sie Zweite. Beim diesjährigen Weltcup in Baku belegte sie mit der Sportpistole und mit der Luftpistole den zweiten Platz. Ebenfalls dieses Jahr erreichte sie beim Weltcup in München mit der Luftpistole Platz 20.

Beim Sportministerium seines Heimatlandes angestellt ist der Serbe Dimitrije Grgic. Er wohnt in Belgrad. Er lebt in einer festen Beziehung und hat zwei Kinder.

Seine Schützenkarriere begann 1997. Seit zwei Jahren gehört der 32-Jährige zur erfolgreichen Waldkircher „LP One“. Beim Bundesliga-Finalturnier konnte er wegen eines Einsatzes im serbischen Nationalteam nicht dabei sein. Aber während der Saison machte er mit vielen Punkten die Qualifikation für die Endrunde möglich. Seine Statistik ist atemberaubend: In sechs Wettkampfeinsätzen für Waldkirch punktete Grgic sechs Mal, oft dazu mit einer überdurchschnittlichen Leistung. So zum Beispiel im Bundesliga-Wettkampf gegen Ötlingen. Hier gewann er ein nervenaufreibendes Duell, bei dem es auf den letzten Schuss ankam, mit einem Ring Vorsprung.

Zum Schießsport kam Dimitrije Grgic durch seinen Vater. Der ist ebenfalls Sportschütze und bis heute sein Trainer. Seine Schwester gehört auch zum serbischen Nationalteam. Beim diesjährigen Weltcup in Baku belegte er mit der Luftpistole und mit der Freien Pistole den fünften Platz. Ebenfalls dieses Jahr belegte er beim Weltcup in München mit der Luftpistole Platz 14.

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