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Bankdrücken

17.06.2019

Weltrekordlerin für ein paar Minuten

Bankdrücken – ein harter Job. Unser Foto zeigt Eva Speth.

Wie Eva Speth bei der Weltmeisterschaft in Japan abschneidet

Zum ersten Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaften im Bankdrücken nach Version der International Powerlifting Federation (IPF) hat ein Land sowohl die Classic-Titelkämpfe als auch die Wettbewerbe mit unterstützender Heberkleidung übernommen. Die Folge für die Tage von Tokio war eine Flut von über 1000 teilnehmenden Athleten. Dies stellte den Ausrichter vor allem logistisch vor enorme Probleme. Die für den TSV Burgau startende Eva Speth scherte sich nicht um derartige Nebensächlichkeiten: Sie konzentrierte sich auf ihren Wettkampf in der Seniorinnen-Klasse III (über 84 Kilo Körpergewicht), stellte hier mit 93 Kilo einen Weltrekord auf und nahm am Ende doch „nur“ die Silbermedaille mit.

Einzige Konkurrentin der Deutschen in dieser Kategorie war die US-Amerikanerin Gretchen Hermann. Beide hatten sich vorab genauestens über ihre Gegnerin informiert und wussten wechselseitig ungefähr, was möglich sein würde und was nicht. Die Amerikanerin stieg mit 80,0 Kilo in den Wettkampf ein und scheiterte prompt. Im zweiten Versuch klappte es dann. Speth absolvierte ihren ersten Versuch sicher mit 85,0 Kilo. Auch der zweite Versuch mit 90,0 Kilo war eine sichere Angelegenheit für Speth. Die ließ mit 93,0 Kilo eine Weltrekord-Last auflegen. Auch bei diesem Versuch wurden keine Zweifel an ihrer Klasse laut. Um zu gewinnen, musste die Amerikanerin nun ihrerseits auf eine neue Rekordlast gehen. Und tatsächlich brachte sie 93,5 Kilo sicher nach oben.

In der Endabrechnung aller 21 Frauen in dieser Altersklasse relativierte sich die Reihenfolge. Beste Bankdrückerin war die Japanerin Yoriko Yamasaki mit 695,25 Punkten, wobei hier die erbrachte Maximalleistung ins Verhältnis zum Körpergewicht gesetzt wird, was einen Vergleich zwischen Sportlern verschiedener Gewichtsklassen ermöglicht. Zweite wurde Speth mit 646,17 Punkten. Da Hermann 40 Kilo mehr Körpergewicht auf die Waage bringt als Speth, erreichte sie lediglich 581,47 Punkte und landete in dieser Wertung deutlich abgeschlagen.

Speth war mit ihrer Leistung dann auch zufrieden, hatte sie doch einen Weltrekord innegehabt – wenn auch nur für ein paar Minuten. (zg)

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