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Kettershausen

13.09.2019

Auch ein Kettershauser Gemeinderat hört auf

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2 Bilder
Das Bild zeigt das jetzige Gemeindeareal an der Waldstraße in Kettershausen. Rechts ist das Rathaus.
Bild: Zita Schmid (Archivbild)

Nicht nur die Bürgermeisterin Susanne Schewetzky hat ihren Abschied bekannt gegeben. Was in der Sitzung sonst noch Thema war.

Die Überraschung war groß, als die Kettershauser Bürgermeisterin Susanne Schewetzky dem Gemeinderat ihre Entscheidung bekannt gegeben hat, bei der Kommunalwahl 2020 nicht in der Unterallgäuer Gemeinde, sondern in Bellenberg zu kandidieren (lesen Sie dazu: Kettershauser sind überrascht vom Abschied der Bürgermeisterin ). Dennoch mussten die Räte danach zur Tagesordnung übergehen. In der Sitzung war dann noch eine weitere persönliche Entscheidung Thema, welche die kommunalpolitische Arbeit in Kettershausen betrifft.

Änderung im Gemeinderat: Maximilian Weber scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. Seinen Antrag verlas die Bürgermeisterin während der Sitzung. Weber, der nicht anwesend war, nannte darin keinen Grund für diesen Schritt. Er wolle diesen nicht öffentlich darlegen, erklärte Schewetzky.

Weber ist nach Gunter Möhle, der Anfang des vergangenen Jahres nach Paraguay auswanderte(wir berichteten), der zweite Gemeinderat, der sein Mandat niederlegt. Da sich die vier möglichen Nachrücker schon beim Ausscheiden Möhles nicht zur Verfügung stellten, wird nun auch der Platz von Weber am Ratstisch leer bleiben. Bis zur Kommunalwahl im kommenden Jahr verbleiben zehn Gemeinderäte.

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Illegale Schuttablagerungen: Auf Feldern verschiedener Landwirte und auf diversen kommunalen Flächen wie etwa der Sandgrube wurde in der vergangenen Zeit illegal Schutt abgelagert. Hierüber informierte die Bürgermeisterin in der Sitzung. Bei den wilden Ablagerungen handle es sich um Bauschutt, etwa Verputz – Dinge, die eigentlich ganz einfach im Wertstoffhof abzugeben wären, so Schewetzky. Wer auf den Flächen illegal seinen Abfall entsorgt hat, ist nicht bekannt. Deshalb sollten Bürger diese Angelegenheit laut Bürgermeisterin verstärkt im Blick behalten.

Blitzeinschlag: An einem Feldkreuz an der alten Straße zwischen Kettershausen und Bebenhausen hat vermutlich ein Blitz eingeschlagen. „Es ist extrem gesplittert“, beschrieb die Bürgermeisterin den Zustand des Holzkreuzes, das entfernt werden musste. Nun wird es ehrenamtlich wieder erneuert, wobei die Gemeinde das Material bereitstellt.

Hier hat vermutlich ein Blitz eingeschlagen: Das beschädigte, gesplitterte Holzkreuz wurde inzwischen entfernt. Es wird wieder hergerichtet.
Bild: Schewetzky

Kläranlage: Ferner informierte die Bürgermeisterin darüber, dass die Gemeinde den Zuwendungsbescheid für die Sanierung der örtlichen Kläranlage erhalten habe. Eine Gesamtfördersumme werde nicht genannt. Die Zuwendung werde dann nach der Zahl der Einwohner berechnet, die angeschlossen werden. Pro Einwohner seien dies rund 250 Euro Förderung. Wie berichtet, läuft Ende 2020 der Genehmigungsbescheid der Kläranlage für das Wasserrecht aus. Sie muss ertüchtigt werden. Der Gemeinderat entschied sich für eine moderne SBR-Anlage (Sequentielle Biologische Reinigung). An Gesamtkosten werden 900000 Euro veranschlagt. Die Rücklage der Gemeinde für die Kläranlage beträgt 300000 Euro. Im Herbst sollen die Ausschreibungen beginnen.

Straßenbeleuchtung: Thema war zudem der Austausch beschädigter Überhangleuchten in den Ortsteilen Bebenhausen, Zaiertshofen, Mohrenhausen und Flüssen. Insgesamt sechs alte Lampen sollen ausgetauscht und zusätzlich eine neue installiert werden. Die Gesamtkosten für die neue LED-Straßenbeleuchtung betragen laut Angebot der LEW gut 21000 Euro. Im Finanzhaushalt sind für Straßenbeleuchtung 10000 Euro eingestellt. Eine Aufstockung stelle aber kein Problem dar, erklärte Schewetzky. Denn laut Kämmerin stünden genügend Mittel zur Verfügung. Einstimmig beschloss das Gremium, die Straßenbeleuchtung erneuern zu lassen.

Lesen Sie außerdem: Susanne Schewetzky will Bürgermeisterin in Bellenberg werden

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