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Osterberg

15.03.2020

Bürgermeisterwahl: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Osterberg

Osterberg hat einen neuen ehrenamtlichen Bürgermeister. Martin Werner (links) konnte sich gegen seinen Mitbewerber Wolfgang Berrens durchsetzen und die Wahl gewinnen. Lange sah es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden aus.
Bild: Armin Schmid

Plus Es war ein spannender Wahlabend für die Kandidaten Martin Werner und Wolfgang Berrens. Was dem künftigen Rathauschef jetzt wichtig ist.

Martin Werner aus Weiler ist der neue ehrenamtliche Bürgermeister von Osterberg. Letztlich konnte sich der Bürgermeisterkandidat des Bürgerblocks mit gutem Vorsprung gegen seinen Mitbewerber Wolfgang Berrens durchsetzen.

Spannung am Wahlabend: Kandidaten liegen nur wenige Stimmen auseinander

Das Auszählen der Stimmen in den einzelnen Wahlbüros ließ an Spannung zunächst nichts vermissen. Die Auszählung der Urnen-Wahlstimmen im Kindergarten brachte 82 Stimmen für Werner und 78 Stimmen für Berrens. Nach dieser ersten Richtungsanzeige war klar, dass es einen knappen Wahlausgang geben wird.

Bürgermeisterwahl: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Osterberg

Aus dem Feuerwehrhaus wurden die Ergebnisse der Briefwahl und somit 137 Stimmen für Berrens und 118 Stimmen für Werner vermeldet. Auch nach diesem Zwischenergebnis war die Spannung bei den wartenden Bürgern deutlich spürbar. Den Ausschlag gab dann schließlich das Stimmenergebnis, das aus dem Schützenheim in Weiler gemeldet wurde. Von den 100 Wahlberechtigten in Weiler hatten sich 90 für Martin Werner ausgesprochen. Acht Stimmen entfielen auf Wolfgang Berrens. Damit war klar, dass Martin Werner mit 290:223 Stimmen als Wahlsieger feststehen würde.

Bürgermeisterwahl: Berrens war zum zweiten Mal angetreten

Wolfgang Berrens gratulierte dem neuen Bürgermeister Martin Werner zum Wahlsieg und dankte für den fairen Wahlkampf. Für CSU-Kandidat Berrens selbst war es bereits die zweite Kandidatur. Im Jahr 2008 war er Klaus Seidler unterlegen. Auch Werner meinte, dass der Wahlkampf von beiden Seiten korrekt und fair geführt worden sei. „Die Demokratie entscheidet“, betonte der neue Bürgermeister mit Blick auf den Wahlausgang.

Das will Bürgermeister Martin Werner in Osterberg anpacken

Dass es am Ende knapp ausgehen werde, war für Martin Werner ohnehin klar. Auch in dem knappen Vorsprung mit nur etwa 70 Stimmen sah Werner einen klaren Wählerauftrag, den es nun gelte umzusetzen. Für Werner stehen dabei vor allem Begriffe wie Gemeinsamkeit und Miteinander im Vordergrund. Werner will bestehende Gräben zuschütten, Zwistigkeiten beenden und den Blick mit geeinten Kräften nach vorne richten. Zerwürfnisse und Zwistigkeiten sollen, wenn es nach dem Willen des neuen Bürgermeisters geht, der Vergangenheit angehören.

Wie geht Osterberg mit der schwierigen Finanzlage um?

Werner lebt seit 15 Jahren in Weiler und ist seit sechs Jahren als Mitglied des Osterberger Gemeinderats tätig. Der 48-jährige künftige Bürgermeister arbeitet als Geschäftsführer für eine Werkzeugbaufirma. Der Vater einer Tochter will sich für bürgerfreundliche Bürgersprechstunden und auch für eine bessere Förderung und Unterstützung der Vereine in Osterberg und Weiler einsetzten. Auf der Agenda ganz oben stehen auch die Schaffung neuer Baugrundstücke und eine Prüfung, ob nicht die Realisierung eines Gewerbegebiets möglich ist. Die Steuereinnahmen könnte Osterberg laut dem künftigen Bürgermeister gut gebrauchen. Wegen der schwierigen Finanzlage und Überschuldung der Gemeinde müsse man den Schuldenabbau im Auge behalten.

Ein wichtiges Anliegen ist Martin Werner auch eine gute und fraktionsübergreifende Zusammenarbeit im Gemeinderat und eine engere Zusammenarbeit mit der örtlichen Kirchengemeinde.

Mehr über die Kommunalwahlen im Landkreis Neu-Ulm lesen Sie hier:

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