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Dietenheim

17.10.2015

Der Dietenheimer und Dieter Bohlen

Manuel Doblers Auftritt wird heute Abend ausgestrahlt. Der 46-jährige hat bereits in jungen Jahren bei den Ulmer Spatzen gesungen.
Bild: Frank Hempel, RTL

Manuel Dobler singt heute bei der Castingshow „Das Supertalent“ auf RTL. Ob er weiterkommt oder nicht, hängt von den Juroren ab. Über seinen Traum und ein Verbrechen.

Das Supertalent ist eine der beliebtesten Castingshows Deutschlands, mit dem wohl bekanntesten Juror Dieter Bohlen. Dass der Dietenheimer Manuel Dobler am Samstagabend bei RTL zu sehen ist, um sein Talent als Sänger zu zeigen, führte bei ihm nicht nur zu dutzenden Anrufen und Nachrichten in den sozialen Netzwerken. Der Getränkelieferant, der für eine Ulmer Brauerei mit dem Lkw unterwegs ist, merkt seit der Ausstrahlung der Vorschau zur heutigen Sendung, dass seine Gesich bekannter geworden ist. Vor allem, wenn er die Automaten an Schulen auffüllt. „Die einen schauen schüchtern durch das Fenster und tuscheln, andere Schüler sprechen mich direkt an“, sagt der 46-Jährige, der in Dietenheim mit Frau und Sohn zuhause ist.

Als der Anruf kam, dass sein Auftritt bei der Castingshow „Supertalent“ ausgestrahlt wird, sang Manuel Dobler gerade im Publikum mit der Spider Murphy Gang beim Konzert im Ulmer Festzelt in der Friedrichsau. Heute Abend können Freunde, Familie und Bekannte im Fernsehen sehen, ob ihn das Juror-Urgestein Bohlen mit seiner umgedichteten Version von dessen Song „We have a dream“ eine Runde weiter schickt oder die Nummer zerpflückt.

Gesungen hat Dobler schon immer. Als Bub für kurze Zeit bei den Ulmer Spatzen, unter der Leitung von Benno Kaiser, der auch in der Jörg-Syrlin-Grundschule in Ulm sein Musiklehrer war. Dann vor allem in den eigenen vier Wänden. Beworben hat er sich bei mehreren Musikwettbewerben und landete bei „Stars 2000x“ unter den ersten Drei.

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Dann hat er seine Gesangs-Karriere immer wieder schleifen lassen und pausiert. „Was macht die Musik?“, fragten viele seiner Freunde. „Ich antwortete, dass es mir zu stressig ist, oder redete mich heraus, dass ich dafür nun zu alt bin.“ Ganz lassen konnte er die Geschichte mit den Talentwettbewerben trotzdem nie. So kam es, dass er sich fünf Mal bei „Das Supertalent“ bewarb und sich nach einer handvoll Versuchendoch davon verabschiedete. Dann meldete sich aber die Produktionsfirma bei ihm. „Irgendwer hat sich wohl an meinen Auftritt erinnert und wollte mich wieder dabei haben“, sagt der Dietenheimer und glaubt es immer noch nicht so ganz. Also fuhr er mit seiner Frau nach München, ein sechstes Mal. Und es klappte. Er setzte sich gegen hunderte Mitbewerber durch. Für Dobler erfüllte sich ein Traum. Er durfte vor Dieter Bohlen singen.

Die Stimme des 46-Jährigen ist hell und klar, aber dennoch kräftig. Am liebsten singt er deutsche Titel. Oder er schreibt Melodien, die ihm gefallen, einfach um. „Das war schon als Kind so“, sagt der Wahl-Dietenheimer, der zunächst in Ulm und dann in Senden aufgewachsen ist. Mit seiner Frau Marion ist er seit 13 Jahren zusammen. Geheiratet haben sie vor sechs. Für sie schrieb er auch den Text auf die „We-have-a- dream“-Melodie. Er erinnert sich noch daran, dass er in jungen Jahren zwischen zwei Kassettenrekordern stand. „Aus dem linken lief Musik, in der Mitte stand ich und rechts spielte er die Aufnahme auf Kassette.“

Bohlen bezeichnete ihn in der Vorschau zur Sendung als Verbrecher, weil er sein Lied „We have a dream“ umgedichtet hat. Der Getränkelieferant reagiert mit einem Schnauben. Das machte seine Aufregung nicht besser. „Aber sie war weg, als ich angefangen habe zu singen“, erinnert sich Dobi, wie ihn seine Freunde mit Spitznamen nennen. „Zuvor bin ich allerdings vor Aufregung fast gestorben.“

Vier Texte hat der Dietenheimer selbst geschrieben, die er bei einem Mini-Konzert singen wollen würde. Entwürfe sind es an die 20. Doch die seien nicht perfekt genug, um sie der Öffentlichkeit zu zeigen.

Samstagabend um 20.15 Uhr zeigt sich bei RTL, wie es für den 46-Jährigen weiter geht und ob er seine Texte auch zukünftig vor Millionen von Zuschauern vor dem Fernseher singen darf.

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