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Illertissen

12.07.2019

Die Krone in Illertissen soll schon bald wiederbelebt werden

Die Krone in Illertissen wird im August wiederbelebt.
Bild: Jens Carsten (Archiv)

Das Restaurant nahe des Rathauses ist eines der ältesten Lokale in der Stadt. Mehr als ein Jahr lang blieb die Küche darin kalt – nun wagt ein neuer Pächter einen Neuanfang.

Schon seit dem 17. Jahrhundert besteht in dem markanten Fachwerkhaus gegenüber des Rathauses der Traditionsgasthof Krone, heißt es in den Chroniken Illertissens. Und seit der Zeit der Vöhlinschen Schlossherrschaft liegt auf dem Haus eine „reale Tafern-, Bäckerei-, Branntwein- und Metzgereigerechtigkeit“, was heutzutage als Gaststättenkonzession bezeichnet werden würde. In wenigen Tagen ist zu erwarten, dass diese vom Landratsamt wieder erneuert und auf den neuen Pächter ausgestellt wird. Soll heißen: In der Illertisser Krone wird bald wieder gekocht – mehr als ein Jahr nach der Insolvenz des Restaurants.

Die Nachricht, dass die Krone schließen muss, schlug im Mai 2018 in der Vöhlinstadt hohe Wellen und hatte teils großes Bedauern in der Bevölkerung ausgelöst. Ende 2018 ging der Gastrobetrieb in dem Lokal in abgeändertem Format kurzzeitig weiter: Unter anderem wurde während des Illertisser Weihnachtsmarktes die Bar in der Gaststätte wieder genutzt (lesen Sie dazu: Die Krone öffnet wieder: Es wird ein kurzes Wiedersehen ). Nun soll aber ein kompletter Neuanfang folgen: Neuer Pächter – neues Glück.

Nach Insolvenz: Neuer Pächter - neues Glück

Christina und Albert Vogt, Inhaber der gleichnamigen Vogtmühle und Besitzer der Krone, sind froh, mit dem 47-jährigen Peter Hamp aus Obenhausen einen neuen Wirt gefunden zu haben. Derzeit laufen noch einige Renovierungsarbeiten und Reparaturen. Wenn alles planmäßig läuft, wollen die Vogts und Kronenwirt Hamp das Traditionslokal in der ersten Augusthälfte wieder eröffnen.

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Damit wird nach rund 14 Monaten Unterbrechung nicht nur eine mehr als 350-jährige Tradition wieder aufgenommen. Vielmehr erfährt die Gastroszene wieder einen Aufschwung.

Küchenmeister Peter Hamp wird seine ebenso umfangreichen wie vielseitigen Erfahrungen aus 32 Jahren in der Gastronomie in die neu eröffnete Krone einbringen. Und wenn er erzählt, was er in Bezug auf die Speisekarte und die Ausgestaltung des kulinarischen Angebots vor hat, merkt man ihm an, dass er mit Begeisterung an seine neue Aufgabe herangeht.

Einzelheiten werden noch nicht genannt

Einzelheiten, sowohl zu seiner bisherigen beruflichen Laufbahn, als auch zu seinen konkreten Plänen, will er noch nicht öffentlich ausbreiten, denn die Gäste sollen zunächst einen persönlichen Eindruck gewinnen. Fest steht nur, und darüber freut sich auch Familie Vogt, dass die Küche der Krone von den drei Begrifflichkeiten „deutsch, bodenständig und regional“ geprägt sein wird. Und „bodenständig“ bedeute für den Wirt auch, ein Angebot zu „marktgerechten“ Preisen zu offerieren, wie Hamp es formuliert. Er wolle seine Gäste vor allem von der Qualität der Speisen und Getränke überzeugen. Zudem soll das gesamte Angebot in vernünftigem Rahmen bezahlbar und damit – im echten Sinne des Wortes – seinen Preis wert sein.

Andererseits wird er genauso darauf achten, als Wirt sein Auskommen zu haben, um den Betrieb so führen zu können, dass die jahrhundertealte Tradition der Krone eine sichere Zukunft hat. Lesen Sie auch: Anfänge und Abschiede: Die Illertisser Gastro-Szene ist kräftig in Bewegung

Hamps grobem Konzept zufolge, welches er in den kommenden Tagen noch detaillierter ausgestalten wird, soll das Lokal von Mittwoch bis Samstag abends von 17 bis 23 Uhr geöffnet sein. Dazu am Sonntag für den Mittagstisch und ebenfalls am Abend.

Kaffeegeschäft am Nachmittag wird es also nicht geben, denn dafür, so Hamp, seien in der Innenstadt Cafés und Eisdielen genug da. Er wolle sich auf das Restaurant konzentrieren – und damit in der heimischen Gasthauslandschaft eine Lücke schließen. In der „Krone“ bleibt die Küche kalt

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