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Weißenhorn

24.11.2020

Diese Vorhaben stehen im Weißenhorner Bauprogramm 2021

Der Bau der Aussegnungshalle am Weißenhorner Waldfriedhof wird voraussichtlich im Juni 2021 fertig sein.
Bild: Alexander Kaya

Plus Die Liste der Bauprojekte, welche die Stadt Weißenhorn 2021 angehen will, ist lang. Die teuerste Maßnahme wird auf zwölf Millionen Euro geschätzt.

Die Baustelle am Waldfriedhof hat in den vergangenen Wochen einen sichtbaren Fortschritt gemacht. Noch voraussichtlich bis Juni wird es dauern, bis die neue Aussegnungshalle fertig ist. Das 1,1-Millionen-Euro-Projekt ist eines der Vorhaben, die auf dem Bauprogramm der Stadt Weißenhorn für 2021 stehen.

Weitere große Projekte sind auf der Liste zu finden, das finanziell umfangreichste ist der Umbau und die Neukonzeptionierung des Heimatmuseums. Die Kosten dafür werden auf zwölf Millionen Euro geschätzt, Baubeginn ist voraussichtlich Mitte 2021. Im Juni soll der Bau des neuen Feuerwehrhauses an der Illerberger Straße beginnen, die Kosten dafür werden mit neun Millionen Euro angegeben. Bereits begonnen hat der Neubau der Kinderkrippe Nord beim Claretiner-Gelände.

Die Daimlerstraße in Weißenhorn wird 2021 nicht saniert

Darüber hinaus stehen noch viele weitere, auch kleinere Vorhaben im Bauprogramm. Alle werden sich nicht realisieren lassen. Sinn und Zweck dieser Liste ist jedenfalls, dass die Stadtverwaltung die erforderlichen Mittel bereitstellt und nötige Vorarbeiten leistet, damit rechtzeitig Planungs- und Ausführungsangebote eingeholt werden können. Einstimmig hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung das Bauprogramm gebilligt.

Von einem Vorhaben werden viele Bürger, auch Nicht-Weißenhorner, im nächsten Jahr viel mitbekommen: So beabsichtigt bekanntlich der Landkreis, die Kreuzung Illerberger/Daimlerstraße umzubauen. Die Stadt beteiligt sich zwar an den Kosten, die Hoheit über das Projekt hat aber das Staatliche Bauamt. Anders sieht es bei der Daimlerstraße selbst aus, die sich in einem schlechten Zustand befindet. Die Haupterschließungsstraße ins Gewerbegebiet werde auf keinen Fall zeitgleich mit der Kreuzung umgebaut, betonte die Stadtbaumeisterin Claudia Graf-Rembold auf Nachfrage von Herbert Richter (SPD). Er hatte vorgebracht, dass die Sanierung der viel befahrenen Daimlerstraße schwierig werden dürfte, weshalb man rechtzeitig in die Planung einsteigen sollte.

Unterschiedliche Meinungen gibt es zum Ausbau der Ortsverbindungsstraße zwischen Wallenhausen und Unteregg. Jürgen Bischof (Freie Wähler/WÜW) forderte, die Wallenhauser Bürger zu befragen, ob sie das wollen. Die Naturschutzbehörde am Landratsamt Neu-Ulm steht dem gesamten Ausbau des Weges durch das idyllische Osterbachtal sehr kritisch gegenüber. „Wir bauen auf jeden Fall 300 Meter des Weges aus“, sagte Graf-Rembold dazu. Über einen weiteren Ausbau der Strecke sollte man öffentlich diskutieren und auch die Nachbargemeinde Roggenburg mit einbeziehen, ergänzte sie.

In Biberachzell soll der Wasserdruck steigen

Hoffnung machen dürfen sich Bewohner des Baugebiets Marktsteig in Biberachzell: Durch den Bau einer separaten Befüllleitung vom Brunnen zum Hochbehälter im nächsten Jahr soll der Wasserdruck im Trinkwassernetz verbessert werden. Bewohner des Neubaugebietes hatten sich bei der Stadtverwaltung darüber beschwert, dass der Wasserdruck nicht einmal zum Duschen ausreiche. Gunther Kühle (CSU) fragte, ob Regressansprüche gegenüber dem Planungsbüro bestehen, da Fehler gemacht worden seien. Graf-Rembold zufolge wird das derzeit geprüft.

Beim Blick auf die genannten Maßnahmen und viele weitere Punkte in dem üppigen Bauprogramm gab Andreas Ritter (FDP) abschließend zu bedenken, dass man sich noch mitten in der Corona-Pandemie befinde. „Wir wissen nicht, wie lange die Krise noch anhalten wird“, sagte er und plädierte dafür, stets mit Augenmaß zu agieren und auf die finanziellen Möglichkeiten zu schauen.

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