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Ausstellung

21.04.2015

Ein neuer Geist für die Kunst

Leidenschaft für die Kunst beweisen Dominik Widmann aus Krumbach, Wabato (Andreas Birkner) aus Ebershausen und Tino Baumann aus Krumbach. Ihre Werke sind derzeit in der Galerie KunstUnkunst zu sehen.
Bild: Claudia Bader

In Zaiertshofen zeigen drei junge Künstler Exponate voller Dynamik und Ausdruckskraft

„Mit Kunst zu leben, ist eine ungeheure Leidenschaft. Ihr habt sie“ – Das Lob des Krumbacher Galeristen Sigurd Rakel gilt den jungen Künstlern Wabato (Andreas Birkner) aus Ebershausen sowie Tino Baumann und Dominik Widmann aus Krumbach. Denn deren unter dem Leitgedanken „Bildwerfer“ in der Galerie KunstUnkunst präsentierte Werke sprühen vor jugendlicher Dynamik und Ausdruckskraft. Mit mehr als 60 Exponaten vermittle das „Trio infernale“ eine Stimmung des Aufbruchs, so Rakel.

Immer neue Ideen für die Avantgardegalerie

Bei der Vernissage zeigte sich der Krumbacher Galerist auch wieder begeistert über die von Joachim Herzer ständig mit neuen Ideen belebte „Avantgardegalerie auf dem Land“. Diesmal biete sie einer aufstrebenden Jugend die Plattform, um einen neuen Geist zu präsentieren. Dieser spiegle sich beim Künstler Wabato alias Andreas Birkner in originellen Skulpturen wider. Entstanden sind die außergewöhnlichen Blickfänge aus Holz, das der Künstler durch Schnitzkunst, aber auch Feuer in eine besondere Form gebracht und dann farblich gestaltet hat. „In diesen Skulpturen steckt eine starke Ursprünglichkeit, die sich je nach Betrachtungsweise deuten lässt“, staunte Rakel. Der „Untergrundkünstler“ Wabato greife zurück auf Kosmisches. Seine faszinierenden Skulpturen, die teilweise ohne Titel, aber auch mit „Sturmflut“, „Golden boy“ oder „Auf Biegen und Brechen“ bezeichnet sind, beeindruckten durch eine witzige Ausstrahlung, die den Betrachter in gewisser Weise provoziere.

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Die von Tino Baumann kreierten Naturerlebnisse erinnern den Kunstkenner an Werke des Malers, Grafikers und Zeichners der deutschen Frühromantik, Caspar David Friedrich. Die Landschaften vermittelten eine sensible Ruhe und Einsamkeit, in die der Mensch als Rezipient einbezogen sei, so Rakel. Mit einem kosmischen Naturverständnis beobachte der junge Grafikdesigner zum Beispiel „Morgennebel“, „Dickicht“ und eine „Kathedrale“. Aber auch Titel wie „Langzeit“, „Neustart“ und „Umbruch“ setze er sehr diffizil und mit einer bravourösen Technik um. Der Betrachter könne sich in den Werken entdecken und daran wachsen, wobei dieser Weg unendlich sein könne, sagte Rakel.

Spiegel und Provokation für die Gesellschaft

Die Arbeiten von Dominik Widmann, der seine Umwelt mit ihren vielen Reizen in Formen reduziere, könne man mit dem Bauhaus-Stil in Verbindung bringen. Die Werke des Künstlers symbolisierten, wie der Mensch in sich strukturiert sein könne. Widmann übertrage viele Formen in effektvolle Kompositionen, verdeutlichte Rakel. Titel wie „Schilfgeister“, „Ausgeträumt“, „Blaupause“ oder „Blockparty“ spielgelten die Gesellschaft wider und provozierten sie gleichzeitig.

Die Ausstellung „Bildwerfer“ kann bis 28. Juni, jeweils am Sonntag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, besichtigt werden.

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