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Vöhringen

01.05.2018

Ein neuer Kindergarten soll her

In Vöhringen fehlt es an mehr Kindertageseinrichtungen, sagt zumindest ein Stadtrat.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Vöhringer Stadtrat will Einrichtung im Norden der Kommune.

Trotz großer Anstrengung und entsprechenden Investitionen auf dem Gebiet der Betreuung gibt es in Vöhringen eine Warteliste mit Kindern, die auf einen Platz in einer Kindertagesstätte (Kita) warten müssen. So jedenfalls sieht im Moment die Prognose für das kommende im Herbst beginnende Kindergartenjahr aus. Anlass für Ludwig Daikeler (SPD), „den Wunsch nach einem neuen Kindergarten“ an die Stadt heranzutragen.

„Ich habe bewusst auf einen Antrag verzichtet, wohlwissend, dass aus finanziellen Gründen ein solches Projekt im Moment nicht machbar ist. Aber dennoch sollte man die Planung mal ins Auge fassen“, sagte der Stadtrat. Dieser Meinung war auch Bürgermeister Karl Janson, der „völlige Übereinstimmung“ signalisierte. Allerdings brauche man ein Grundstück und wieder mehr Personal.

Was das Grundstück angeht, hatte Daikeler auch eine Lösung im Blick und dachte an einen Kindergarten nördlich der Grundschule-Nord. Aber bis letztendlich eine neue Betreuungsmöglichkeit fertig sei, müsste man nach Übergangslösungen suchen. Die sah Dritter Bürgermeister Daikeler darin, eventuell mit Containern zu arbeiten, eine vorübergehende Überbelegung bestehender Gruppen ins Auge zu fassen oder das erste Stockwerk der Kindertagesstätte Pusteblume in Illerzell zu nutzen.

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Ein weiterer Vorschlag kam von Rat Wilfried Maier (SPD), der in der Schule in Illerberg die ehemaligen Kindergartenräume für den Übergang nutzen möchte. „Es muss ja nicht eine Ausstattung mit goldenen Türknöpfen sein, aber es wäre immerhin eine Möglichkeit zur Überbrückung eines Neubaus in Vöhringen.“ Dass dann die Mütter zwei Kilometer weiter fahren müssten, um ihre Mädchen und Buben dahin zu bringen, sei für Maier kein Argument. „Denn die Frauen fahren mit ihren Kindern auch zu den nahe gelegenen Einrichtungen mit dem Auto, der weitere Weg wäre in Kauf zu nehmen.“

Auch Stadträtin Angelika Böck (CSU) fand Gefallen an dieser Idee, zumal in der Illerberger Schule Sanitäranlagen für die Kinder vorhanden sind.

Rat Edmund Klingler ging auf den in Vöhringen angedachten Waldkindergarten ein.

Die Stadt Senden habe zur Planung allein zwei Jahre gebraucht. In Illertissen sehe seiner Kenntnis nach die Situation im Waldkindergarten so aus: Die Einrichtung sei für 15 Kinder angelegt, genutzt würde sie aber nach momentanem Stand nur von sieben Mädchen und Buben.

Demnächst wird sich der Stadtrat auf Erkundungstour in die Umgebung machen, um Waldkindergärten kennenzulernen.

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