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Zwischenbilanz

07.07.2011

Ernteaussichten nicht ganz schlecht

Experten der Landwirtschaft, von links: Josef Weh (Hofbesitzer), Elisabeth (Ortsbäuerin) und Josef Kehrer aus Osterberg, Reinhold Konrad (Pflanzenbauberater), Lucie Weh, Kreisobmann Otto Herrman und Stellvertreter Andreas Wöhrle, Georg Stark (Leiter Landwirtschaftsamt), Steffen Weh (Hofnachfolger) und Elke Ulrich.
Bild: Foto: lor

Durchlässige Böden führen zu Unterschieden im Kreis

Osterberg Wenig Niederschläge von März bis Anfang Juni, aber gute Bedingungen für die Aussaat vom Herbst und die Bodenbearbeitung im Frühjahr versprechen nicht ganz schlechte Ernteaussichten. Je nach Bodenbeschaffenheit fallen sie im Landkreis Neu-Ulm aber unterschiedlich aus.

Ihre alljährliche Zwischenbilanz hatten Georg Stark vom Landwirtschaftsamt, Kreisobmann Otto Herrmann, Stellvertreter Andreas Wöhrle und Pflanzenberater Reinhold Konrad im südlichen Osterberg gezogen. Damit verbunden war die Besichtigung des Hofs von Lucie, Josef und Steffen Weh sowie Gespräche mit Vertretern der örtlichen Landwirtschaft. Etwa über Ernteunterschiede bei sandigem Untergrund im Illertal und tiefgründigen Böden im Rothtal, wovon Josef und Elisabeth Kehrer (Ortsbäuerin) aus eigener Erfahrung berichteten. Wegen der geringen Niederschläge hingen die Erträge stark von der Speicherfähigkeit des Bodens ab, so Amtsleiter Georg Stark.

Bei Wintergerste könne von durchschnittlichen Ergebnissen ausgegangen werden, beim Winterweizen seien die Bestände unterschiedlich entwickelt. Winterroggen und Triticale wiesen mittlere, gesunde Bestände auf. Ertragsausfälle gebe es bei Winterraps, Sommergerste habe dünnere Bestände. Mais gedeihe gut, gutes Wachstum auch bei Zuckerrüben und optimale Pflanzbedingungen für Kartoffeln. Gute Qualität, jedoch Ernteausfälle gab es beim Grünlandschnitt.

Früher war Mais günstig, heute wird dafür viel Geld bezahlt

„Als Landwirte müssen wir Unternehmer sein“, erklärten die Wehs aus Osterberg den Berufskollegen, indem sie den Werdegang ihres Hofes vom Neben- zum Vollerwerbsbetrieb beschrieben, wie sie die Milchviehhaltung zugunsten weiblicher Mastrinder und Biogasanlage im Jahr 2005 aufgegeben hatten.

Damals war Mais günstig, heute würde je nach Region viel Geld dafür bezahlt. Auch die Wehs müssen zukaufen, doch es rechne sich. Ihre Anlage füttern sie großteils aus eigenen Beständen. „Im Moment ist Mais das ergiebigste und entwicklungsfähigste Korn, mit dem am meisten zu verdienen ist“, so Stark. Trends würden sich aber ändern, der Umbruch von Grünland sei etwas zurückgegangen. Die Erzeugerpreise bei Getreide, Mais und Ölsaaten könnten ansteigen, auch der Anbau eiweißreicher Pflanzen wie Sojabohnen, die als Bioware begehrt, hierzulande aber mangels Wärme nicht so gut gedeihen würden.

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