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Illertissen

18.03.2019

Feuerwehr: Neuer Gerätewagen bringt Vorteile für die Logistik

Die Feuerwehr Illertissen hat einen neuen Gerätewagen. Dieser erhielt auch den kirchlichen Segen von Pfarrer Hans-Joachim Scharrer (links) und Pater Waldemar Obrebski.
Bild: Wilhelm Schmid

Die Illertisser Feuerwehr hat ihren neuen Gerätewagen nun offiziell in Betrieb genommen. Warum gute Ausrüstung angesichts aktueller Entwicklungen wichtig ist.

Eigentlich war die Übergabe bereits bei der Floriansfeier Anfang Mai 2016 geplant. Geliefert wurde der neue „Gerätewagen-Logistik 2“ der Feuerwehr Illertissen allerdings erst im Oktober 2018, woraufhin er beim Tag der offenen Tür ausgestellt wurde. Nun erfolgte die offizielle In-Dienst-Stellung im Rahmen einer internen Feier zur Eröffnung der Jahresversammlung.

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Obwohl, wie Kommandant Erik Riedel ausführte, bei den Kontakten mit der Ausrüsterfirma „die Nerven neben dem täglichen Feuerwehrgeschäft strapaziert“ worden waren, bereichert nun ein effizientes Einsatzfahrzeug den Fuhrpark. Wenn in Kürze auch noch die 30 Jahre alte Drehleiter durch eine neue ersetzt wird, dann, so Bürgermeister Jürgen Eisen, ist die Feuerwehr für viele Jahre auf gutem Stand. Die Bevölkerung in Illertissen und im Umland, so bestätigte es Kreisbrandrat Bernhard Schmidt, darf sicher sein, dass eine gut ausgebildete und motivierte Mannschaft im Notfall bereitsteht, um die Grundsätze „Retten – Löschen – Bergen – Schützen“ schnell umzusetzen.

Feuerwehren in kleineren Gemeinden sind nicht immer einsatzbereit

Das gilt vor allem, weil sich die Illertisser Wehr darauf einrichten muss, künftig häufiger zu Einsätzen in die nähere und weitere Umgebung gerufen zu werden. Der Grund: In vielen kleineren Gemeinden mangelt es an der „Tagesalarmstärke“. Das heißt, dass dort tagsüber immer weniger Einsatzkräfte zur Verfügung stehen und manche Wehren deshalb schon zeitweise aus der Alarmierung abgemeldet sind. Dass in Illertissen rund um die Uhr eine schlagkräftige Wehr einsatzklar ist, zeigte sich bei der Versammlung.

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Der neue Gerätewagen transportiert im Einsatzfall dringend benötigtes Material, das in Rollcontainern bereitsteht und schnell verladen wird. Solche Container gibt es etwa für die Bereiche Atemschutz oder Gefahrgut. Weiter verfügt der „GWL-2“ über eine Zusatzkomponente zur Löschwasserförderung, also das Material für eine komplette Löschgruppe plus 2000 Meter Schläuche. So kann Wasser über lange Strecken gefördert werden. Zur Überwachung dieser Strecken und beispielsweise zum Transport von Kraftstoffkanistern dient ein E-Bike, das ebenfalls auf dem Fahrzeug verladen ist. Eine ortsansässige Firma trat hierbei als Sponsor auf.

Kreisbrandrat: Autofahrer werden hemmungsloser

Zwei weitere Geräte, welche der Landkreis Neu-Ulm beschaffte, sind ebenfalls neu: Ein Verkehrssicherungsanhänger (VSA) ersetzt ein in die Jahre gekommenes Gerät. Und auch eine „Mobile Vorwarntafel“, ebenfalls auf Anhänger, kommt dazu. Beide sorgen vor allem für die Sicherheit der Einsatzkräfte auf der Autobahn, aber auch für die Warnung und Lenkung aller Verkehrsteilnehmer. Der bisherige VSA musste unter Lebensgefahr im rasenden Autobahnverkehr von Hand aufgebaut werden. Kreisbrandrat Schmidt beklagte dabei eine „gesteigerte Aggressivität und Hemmungslosigkeit zahlloser Autofahrer“.

Der „Neue“ braucht nur noch vom Zugfahrzeug, dem GW-L 2, gekoppelt zu werden und kann dann mit Fernbedienung aufgerichtet werden – und so dem Autofahrer „zeigen, wo’s lang geht“. Das gilt auch für die Mobile Vorwarntafel, die dazu gedacht ist, den Verkehr bereits an einer Ausfahrt vor der Einsatzstelle zu warnen. Insgesamt wurden dafür im Landkreis vier neue Geräte beschafft, sodass jeweils die Nachbarwehr ihre Kameraden im folgenden Einsatzabschnitt sichern kann.

Mit kirchlichem Segen und einem Gebet um stets unfallfreie Heimkehr der Feuerwehrleute schlossen Pater Waldemar Obrebski von der katholischen Kirchengemeinde und sein evangelischer Amtsbruder, Pfarrer Hans-Joachim Scharrer, die Feier ab.

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