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Vöhringen

18.05.2018

Gefährliche Raupen in Vöhringen

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners.
Bild: Axel Hechelmann (Archiv)

An Sportpark und am See gibt es Warnhinweise. Warum Vorsicht geboten ist.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind klein, haarig und können unangenehmen Juckreiz und allergische Reaktionen verursachen. Genauer gesagt: die Haare der Raupe. Normalerweise sieht man die kleinen Tierchen gar nicht – und würden sie nicht im eigenen Garten oder neben dem Spielplatz wohnen, würden sie auch nicht weiter stören.

Doch an Plätzen, an denen sich Menschen oft aufhalten, stellen die kleinen Tiere durch ihre Giftstoffe eine Gefahr dar. Dies ist in Vöhringen nun an einer Stelle des Vöhringer Sees und an Eichen hinter dem Sportpark in unmittelbarer Nähe der Tennisplätze und des dortigen Spielplatzes der Fall. Rundherum hat die Stadt Flächen abgesperrt und Warnschilder aufgestellt. Die örtliche Feuerwehr wird die Tiere am Freitag entfernen, sagt Andreas Macht vom städtischen Bauamt. Dort werden sie ohne Gift, sondern mit einem kleinen Flammen-Brenner getötet. Die Hitze sorgt dafür, dass auch möglicherweise umherfliegende Härchen verbrennen – denn diese sind ja das Gefährliche. Deswegen arbeitet die Feuerwehr auch in Schutzanzügen.

Neben den beiden Plätzen in Vöhringen ist eine Eiche in Illerberg im Baugebiet Am Kellerberg befallen. Dort stellt sich die Lage schon schwieriger dar: Die Feuerwehr kommt an das Gespinst des Eichenprozessionsspinners nicht heran. Die Stadt hat deswegen ein Privatunternehmen damit beauftragt, das die Tiere am kommenden Dienstag entfernt. Bis dahin solle man die Flächen unter den Bäumen nicht betreten und auch Kinder dort nicht spielen lassen. Doch am neu angelegten Spazierweg hinter dem Baugebiet drohe keine Gefahr, so Macht.

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Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die Eier in Eichen ablegt. Die Larven bilden die giftigen Brennhaare aus. Kommen die Haare mit Schleimhäuten oder der Haut in Kontakt, kann es zu starkem Juckreiz kommen oder allergische Reaktionen auslösen. Das Bauamt kontrolliere regelmäßig die Eichen im Vöhringer Gebiet und handle dann nach Bedarf, so Macht.

Wer in Kontakt mit Raupen kommt, soll sofort die Kleidung wechseln und duschen, rät die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. (cao)

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