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07.03.2018

Illertissen bekommt eine Mauer geschenkt

Schön bunt: Auf einer Mauer beim Skateplatz sollen sich junge Leute künftig künstlerisch betätigen können.
Bild: Ronny Hartmann/dpa

Malen Auf einer Betonwand beim Skateplatz sollen sich junge Künstler austoben dürfen

Illertissen Ob Pinsel oder Sprühdose: Junge Künstler sollen in Illertissen eine Möglichkeit erhalten sich im öffentlichen Raum zu verwirklichen. Dazu wird in der Nähe des Skateplatzes eine Betonwand aufgestellt. Die Idee dazu stammt aus dem hiesigen Kunstzirkel, der die Mauer spendiert, wie es in einer Sitzung des Kulturausschusses hieß. Gedacht ist die Mauer gewissermaßen als Plattform für Kreative: Nicht nur für Graffitikünstler und Sprayer, wie Sabine Hader, die Vorsitzende des Zirkels sagte. Auch Kindergartenkinder und Schüler könnten dort dann malen. Das Konzept: Von Zeit zu Zeit werde die Wand mit weißer Farbe bestrichen, damit neue Kunstwerke entstehen könnten.

Es handele sich um ein Geschenk, betonte Hader. Der Wert der fünf Mal zwei Meter großen Wand: rund 1500 Euro. Nun gehe es um die Frage: „Wollen Sie das annehmen?“

Für Rätin Amalie Speiser (CSU) lag die Antwort auf der Hand: „Super, Danke!“ Ihre Ratskollegen sahen das ähnlich – Gegenstimmen gab es nicht. Offen war allein die Frage, wo die Wand künftig stehen soll: Als Möglichkeiten waren genannt eine Schule, eine der Kindertagesstätten und der Skateplatz. Bei Letzterem sah Bürgermeister Jürgen Eisen (CSU) zumindest ein gewisses Risiko: Was ist, wenn etwas auf der Wand steht, was nicht darauf stehen soll? An einer Schule oder Kindertagesstätte hätten die Betreuer und Lehrer wohl einen Blick auf das gestalterische Wirken, hieß es. Das wiederrum fand Rüdiger Stahl (ÖDP/AB/Grüne) problematisch: Die Schulen hätten immer wieder Probleme mit Jugendlichen, die sich auf den Grundstücken aufhielten und dort auch Alkohol tränken. Eine zusätzliche Anlaufstelle wollte er nicht schaffen.

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In der Sitzung wurde auch angesprochen, dass zwei Meter für die jungen Nutzer zu hoch sein könnten. Möglicherweise soll die Wand stattdessen „nur“ 1,80 Meter messen – dafür aber länger werden, war zu erfahren. Auch um die Kosten ging es: Die Mauer ist zwar ein Geschenk des Kunstzirkels, das Fundament muss die Stadt aber auf eigene Rechnung setzen lassen. Und das werde teurer, als die Wand selbst.

Für Andreas Lanwehr (Freie Wähler) war der Standort am Skateplatz der Richtige: Dort träfen sich Jugendliche „ohne Schulbezug“ und einsehbar sei die Wand von der Straße aus auch. (caj)

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