Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Illertisser planen Rollsport-Wettbewerb der Superlative

Illertissen

17.06.2017

Illertisser planen Rollsport-Wettbewerb der Superlative

Hohe Sprünge: Ein Wettbewerb mit vier Rollsportarten soll in Illertissen an einem Tag ausgerichtet werden. Mit dabei sind zum Beispiel die BMX-Fahrer.
2 Bilder
Hohe Sprünge: Ein Wettbewerb mit vier Rollsportarten soll in Illertissen an einem Tag ausgerichtet werden. Mit dabei sind zum Beispiel die BMX-Fahrer.
Bild: Verena Mörzl (Archiv)

Es soll die erste Veranstaltung ihrer Art in der Region werden – und zugleich eine Werbeaktion für den nicht immer gut besuchten Skateplatz der Vöhlinstadt. Was dabei geboten ist.

Es könnte ein Wettbewerb werden, der in der Region seinesgleichen sucht: Teilnehmer aus vier verschiedenen Rollsportarten sollen an einem einzigen Tag auf dem Illertisser Skateplatz gegeneinander antreten. Das haben sich die Organisatoren für Samstag, 8. Juli, vorgenommen. Vorgesehen sind Läufe von Skateboardern, Inline-Skatern, BMX-Fahrern und Streetboardern, deren Sportgeräte eine Mischung aus Skateboards und Snowboards sind. Die Zuschauer dürfen sich auf hohe Sprünge und sehenswerte Tricks freuen. Und das von morgens bis abends, denn angesichts des stattlichen Sportprogramms dürfte es ein langer Tag werden: Gefahren wird von 10 bis 18 Uhr. Im Kreise der Veranstalter, zu dem seitens der Stadt Illertissen der Stadtjugendpfleger Volker Witt und darüber hinaus Privatleute gehören, ist man voller Vorfreude: „So etwas hat es in der Umgebung noch nicht gegeben“, ist sich der 32-jährige Skateboarder Magnus Werner sicher. Vor ihm und den anderen liegt deshalb noch einiger Aufwand: 15000 Faltblätter müssen unter die Leute gebracht werden. Und es gibt noch offene Fragen: So sollen bis zum Wettbewerb versierte Preisrichter gefunden werden.

Ein Ziel der Veranstaltung: Der Illertisser Skateplatz soll bekannter werden. Im Jahr 2015 wurde die rund 450000 Euro teure Anlage an der Friedhofstraße zwischen Schützenheim und Kreisstraße NU 9 eröffnet. Sie lockte zunächst auch zahlreiche neugierige Rollsportler und BMX-Fahrer aus der Region an. Doch inzwischen habe der Andrang nachgelassen, schildern regelmäßige Nutzer des Illertisser Parks übereinstimmend. Das soll sich ändern: Der Wettbewerb gilt gewissermaßen als eine Art Marketing-Kampagne, sagt Heike Müller, deren vier Kinder den Park regelmäßig und begeistert nutzen. Geht es nach der Mutter, sollen es künftig wieder mehr Sportler ihren Sprösslingen gleichtun. „Ich sehe immer wieder Jugendliche auf ihren BMX-Rädern durch die Stadt fahren, die könnten ja auch in den Park kommen.“ Deshalb packt Müller bei der Organisation des Wettbewerbs gerne selbst mit an.

Außen herum wird es für Gäste und Fahrer viel Programm geben: Eine Wasserrutsche soll aufgebaut, eine Slackline (ein strapazierfähiges Band zum Darüber-Balancieren) gespannt werden. Jongleure zeigen ihr Können. Am Grill können Teilnehmer und Besucher ihren Hunger stillen, für Getränke ist gesorgt. Auch Musik soll es geben, genauso wie Sachpreise für die besten Sportler. Die Organisatoren erhoffen sich gutes Wetter, bis zu 50 Teilnehmer und ungleich mehr Besucher. Sie sind zuversichtlich: „Das wird ein Super-Sommer dieses Jahr“, sagt Mitorganisator Simon Leuchtle, 32 Jahre, der seit vielen Jahren Streetboard fährt. Einen Plan B gibt es dennoch: Sollte es regnen, wird der Wettbewerb zwei Wochen später stattfinden. Damit möglichst viele Fahrer und Besucher dabei sind, rühren die Veranstalter kräftig die Werbetrommeln: Plakate werden aufgehängt, Faltblätter verteilt und Jurymitglieder gesucht. „Wir haben noch einiges vor“, sagt Leuchtle.

Neben der Fülle an Disziplinen könnte der Wettbewerb auch in einer zweiten Hinsicht ein „erstes mal“ werden: Denn die Teilnehmer starten nicht, wie bei solchen Veranstaltungen üblich, in Gruppen, die sich nach Alter oder Sponsoren richten. Bei der Anmeldung (Startgebühr: fünf Euro) können die Sportler selbst entscheiden, ob sie als „Anfänger“, „Fortgeschrittene“ oder „Könner“ mitfahren wollen. Leuchtle glaubt, dass sich die Teilnehmer ehrlich selbst einschätzen: „Das ist eine gute Idee.“

Gefahren wird in einer sogenannten „Jam-Session“: Das bedeutet: Alle Teilnehmer (einer Gruppe der jeweiligen Sportart) sind parallel im Park unterwegs. 45 Minuten dauert so ein „Run“ (also Lauf). Die noch zu rekrutierenden Preisrichter bewerten die Teilnehmer: Der mit den meisten, spektakulärsten und am saubersten ausgeführten Tricks wird zum Sieger gekürt. Sicherheit wird bei alledem groß geschrieben: Alle Fahrer müssen Helme tragen.

Die Anmeldung für den Wettbewerb ist über eine Internetseite möglich (www.ill-city.jimdo.com) und am Tag es Wettbewerbs bis 9Uhr.

Nach dem Sport ist ein „gemütliches Beisammensein“ vorgesehen: Die Organisatoren erwarten ein fröhliches Stelldichein der Rollsportszene. Die angeblichen Rivalitäten zwischen den Sportarten sind bei dem Wettbewerb kein Thema: Dass sich Skater, Streetboarder, BMX-Fahrer und Inliner vertragen, steht für Magnus Werner außer Frage: „Alles andere sind Gerüchte.“

Am Tag nach der Veranstaltung auf dem Skateplatz geht es unweit davon sportlich weiter: Der TSV Illertissen weiht das neue Beachvolleyball-Feld mit einem Wettbewerb ein (10 bis 18 Uhr). Dafür können sich Viererteams anmelden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren