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17.10.2009

Jedesheim erhält eigenes Stadtentwicklungskonzept

Illertissen-Jedesheim 2008 hatte der Ort sein 900-Jähriges gefeiert, in diesem Jahr ist die Kirche St. Meinrad 150 Jahre alt geworden. Nach zwei Jahren im Zeichen der Geschichte beginnt für Jedesheim nun die Zukunft. 2010 startet der südlichste Illertisser Stadtteil mit seinen knapp 1500 Einwohnern mit der Dorferneuerung. Damit erhalte Jedesheim sein ganz eigenes Stadtentwicklungskonzept, erklärte Marita Kaiser in Anspielung auf die Projekte in der Kernstadt.

Vor rund 60 Besuchern informierte sie in der ersten von vier Stadtteilbürgerversammlungen vor allem über das Geschehen vor Ort. Jedesheim ist von der Kernstadt der einzige Stadtteil, der noch Bevölkerungszuwachs zu melden hat. Um zwei Personen auf genau 1490 Personen ist Jedesheim gewachsen. Nachdem die Bürgermeisterin in den zurückliegenden zehn Monaten einige Paare aus dem südlichsten Stadtteil getraut hatte, erwarte sie demnächst, so Marita Kaiser in der Gemeindehalle, einen klar erkennbaren Zuwachs der örtlichen Bevölkerungszahl. Die Zuhörer lachten kurz, nahmen ansonsten die Ausführungen der Bürgermeisterin in beinahe stoischer Ruhe hin:

Breitband: Brandneu, so Marita Kaiser, sei die Nachricht, dass die Breitbandvernetzung durch die Telekom mit Glasfaser für Jedesheim, Au und Tiefenbach aus dem Konjunkturpaket II gefördert werde. Dies könne aufgrund der Ausbaukapazitäten der Telekom innerhalb von 12 bis 18 Monaten angegangen werden. In naher Zukunft gibt es eine Informationsveranstaltung.

Wanderwege: Das Wanderwegenetz wird ausgebaut, am Wanderweg von Illertissen nach Jedesheim werde es wohl im Winter bereits erste Arbeiten geben. Die Bürgermeisterin warb bei den Jedesheimer Landwirten um pflegliche Behandlung des Weges.

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Bahnübergänge: Die Bürgermeisterin erinnerte nochmals an die Pläne der Bahn, den Übergang Binsengrabenweg auszubauen, dafür aber den Übergang Ölmühlweg zu schließen. Der Bauausschuss stimmte jüngst dagegen. Ob sich die Regierung von Schwaben danach richtet, sei fraglich. Kommt es zur Schließung am Ölmühlweg, müsste dort ein Feldweg als Spange zum Binsengrabenweg auf Kosten der Bahn als Straße ausgebaut werden, so Kaiser.

Krautweg: Der Endausbau hat sich verzögert, nachdem Fragen zum Grunderwerb aufgetaucht sind, soll aber nach Anliegerbeteiligung 2010 erfolgen.

Radweg nach Unterroth: Die Planungen sind erstellt, 2010 soll mit den Bauarbeiten im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße NU 5 begonnen werden.

Wasserschutzgebiet: Der Markt Altenstadt löst - laut Bürgermeisterin ohne Vorankündigung - das Wasserschutzgebiet Herrenstetten auf. Das Wasserschutzgebiet Jedesheim muss deshalb komplett neu berechnet werden. Solange dies nicht geschehen ist, sind Bauvorhaben blockiert.

Bayernstraße: Der Bau eines Gehweges entlang der oberen Bayernstraße (hintere Steig) erhitzt in Jedesheim weiterhin die Gemüter, wie auch im Diskussionsteil der Bürgerversammlung (Bericht folgt) deutlich wurde. Es gibt zwei Möglichkeiten. Eine Treppe als teueres Provisorium würde die Anliegerinteressen wahren; der eigentlich sinnvolle barrierefreie Ausbau eines Gehweges dagegen nicht. Probleme bereitet der enorme Höhenunterschied. Die Bürgermeisterin erhofft sich neue Ansätze zur Lösung des Dilemmas innerhalb des Dorferneuerungsprogramms. Ansonsten müsse es wohl statt einer fachlichen eine politische Entscheidung geben.

Dorferneuerung: Vor drei Wochen hatte es mit dem Amt für ländliche Entwicklung eine erste Ortsbegehung gegeben. 2010 startet die Vorbereitungsphase. Im März gibt es eine Infoveranstaltung, danach werden Vertreter der Bürgerschaft gesucht, die sich aktiv am Verfahren beteiligen. Gemeinsam wird ein Fachbüro ausgewählt, das die Dorfentwicklung begleitet. Arbeitskreise werden gebildet, mit einem Wochenendseminar beginnt die intensive Vorbereitung. Gefördert werden neben öffentlichen auch bestimmte private Maßnahmen. Die Höhe staatlicher Zuschüsse hängt von der Finanzkraft der Stadt Illertissen ab. Derzeit könnte mit Förderungen bis zu 63 Prozent gerechnet werden.

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