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Kellmünz

30.01.2019

Kellmünzer Musikanten sind beim Blasmusik-Cup dabei

Dem Musikverein Kellmünz steht ein großer Auftritt bevor. Sie haben sich im Online-Voting durchgesetzt und müssen beim LEW-Blasmusik-Cup die Jury von ihrem Können überzeugen.
Bild: Florian Zanker

Der Musikverein hat sich bei einem Online-Voting für das Finale eines großen Blasmusik-Wettbewerbs qualifiziert. Der Konkurrent aus Oberelchingen ist schon raus.

Die Kellmünzer Musiker haben fleißig die Werbetrommel für sich gerührt. Am Ende hat es gereicht: Der Musikverein Kellmünz ist beim diesjährigen LEW-Blasmusik-Cup dabei und hat im Online-Voting bereits den lokalen Kontrahenten, den Musikverein „Eintracht“ Oberelchingen, hinter sich gelassen. Oberelchingen lag im Voting auf Platz sechs und hat den Einzug ins Finale daher knapp verpasst.

In 30 Minuten müssen sie die Jury überzeugen

Am 28. Juni müssen die Kellmünzer dann auf der großen Bühne ihr Können unter Beweis stellen. Der Wettbewerb wird beim Bezirksmusikfest des Bezirks 3 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes in Altenstadt (bei Schongau) ausgetragen. Die Nervosität beim Musikverein in Kellmünz hält sich noch in Grenzen. „Bisher sind wir tiefenentspannt“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Florian Zanker. „Doch die Vorbereitungen laufen auch gerade erst an.“ Die erste Herausforderung wird sein, das rund vierstündige Unterhaltungsprogramm der Kapelle auf eine halbe Stunde zu reduzieren. Denn so lange haben die Musiker beim Blasmusik-Cup Zeit, die Jury von sich zu überzeugen. Auftritte, die länger als 30 Minuten dauern, werden abgebrochen. Da sind die Regeln streng. Außerdem soll es allein auf das Talent der Musiker ankommen. Den Auftritt mit einem aufwendigen schicken Bühnenbild aufzupolieren, ist nicht möglich. Zwischen den Programmen der Teilnehmer sind nur zehn Minuten Umbauphase vorgesehen, so schreibt es der Veranstalter vor.

Auch benachbarte Musikkapellen haben fleißig gevotet

Der LEW-Blasmusik-Cup findet heuer erst zum zweiten Mal überhaupt statt. Der Musikverein Kellmünz hatte sich bereits beim ersten Wettbewerb beworben. Damals hatte es im Online-Voting knapp nicht gereicht. Heuer haben sich ihre Anstrengungen in Sachen Werbung gelohnt. In den sozialen Netzwerken wurde das Bewerbungs-Video fleißig geteilt. Freunde, Bekannte und Verwandte wurden zum Abstimmen animiert. Auch von den Musikkapellen aus der Umgebung seien sie toll unterstützt worden, sagt Zanker. Rund 1500 Stimmen seien es am Ende gewesen, mit denen sie ins Finale eingezogen sind. Ein spitzen Ergebnis, wie Florian Zanker findet, der mit etwa 1000 Stimmen gerechnet hatte. „1500 – das sind ja mehr Stimmen als Kellmünz überhaupt Einwohner hat“, sagt er.

Kellmünzer Musikanten sind beim Blasmusik-Cup dabei

Wie die Kellmünzer ihre wertvollen 30 Minuten Auftrittszeit in Altenstadt genau füllen wollen, wissen sie noch nicht. Die Regeln schreiben allerdings einige Punkte vor, die die Kapelle unterbringen sollte, zum Beispiel eine traditionelle Polka und ein Gesangssolo. Zwei Wochen vor dem großen Wettbewerb soll der Auftritt soweit stehen, denn dann ist Marktfest in Kellmünz. Dort soll das Publikum eine exklusive Vorschau auf den Wettbewerbsbeitrag bekommen. Der Vereinsvorsitzende Zanker erklärt: „Wir wollen das Programm dort quasi unter realen Bedingungen vor echtem Publikum testen.“

Starke Gegner warten auf die Kellmünzer

Wie die Chancen der Kellmünzer auf einen Sieg stehen, da will sich Zanker nicht festlegen. Sein Verein hätte den Vorteil, dass er sehr vielseitig sei. Im Repertoire haben die Musiker neben traditioneller Blasmusik unter anderem sogar Punkrock-Nummern. Einen der vier Gegner, den Musikverein aus Scheffau, habe er schon einmal live gesehen, sagt Zanker. „Die sind stark. Aber letztlich wird auch die Tagesform entscheidend sein.“

Gewinnen sei jedoch nicht das Wichtigste beim Blasmusik-Cup, sagt Zanker. „Es ist einfach ein tolles Erlebnis, auf so einer Bühne zu stehen und die Energie und das Feedback eines so großen Publikums zu spüren. Zanker rechnet mit etwa 3000 Zuschauern. Es sollen übrigens auch die Fans aus Kellmünz und der Region die Chance haben, die Kapelle beim Wettbewerb anzufeuern. Der Verein plant, Busse zu organisieren, mit denen Interessierte nach Altenstadt bei Schongau fahren können.

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