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20.07.2010

Landwirt stößt auf gefährlichen Blindgänger

Explosives Fundstück: Diese Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg lag in einem Feld bei Oberauerbach. Beim Umackern des Bodens kam das gefährliche Relikt ans Tageslicht. Foto: zg
Bild: zg

Oberauerbach Ein hochexplosiver Blindgänger hat beim Mindelheimer Stadtteil Oberauerbach für Aufregung gesorgt: Ein Landwirt hatte beim Umackern eines mit gentechnisch verändertem Saatgut verseuchten Maisfeldes einen verdächtigen metallenen Gegenstand ausgemacht. Es handelte sich um eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sprengstoffexperten der bayerischen Polizei haben die Fliegerbombe noch an Ort und Stelle entschärft.

Der Landwirt hatte das verdächtige Metallstück von seiner Fahrerkabine aus entdeckt. Mit seinem Pflug war er nicht über den Gegenstand gefahren. Als er seinem Großvater daheim von dem Fundstück erzählte, alarmierte dieser die Polizei. Mindelheims Polizeichef Karl Höss appelliert an alle, die solche Funde machen, diese nicht zu berühren und sofort die Polizei zu verständigen.

Bei dem Fundstück handelt es sich um eine 47 Zentimeter lange Brandbombe der US-Streitkräfte. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, betont die Polizei. Großes Glück hatte allerdings der Landwirt, weil er die Bombenhülle im Maisfeld noch rechtzeitig gesehen hatte.

Fund stammt aus dem Jahr 1945

Der Fund stammt offenbar aus jener Zeit Anfang 1945, als die Alliierten Nachschubwege auf der B18 von der Luft aus bekämpft hatten. Im Grunde war der Raum Mindelheim von Luftangriffen wenig erschüttert worden. Waffenproduktion gab es nicht. Anders sah es in Memmingerberg aus. Der Flugplatz war Ziel von Fliegerangriffen. Ebenso Kaufbeuren, wo es eine Munitionsfabrik gab. (jsto)

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