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Lückenschluss im Illertisser Radwegenetz bringt alle weiter

Lückenschluss im Illertisser Radwegenetz bringt alle weiter
Kommentar Von Rebekka Jakob
07.02.2020

Bis jetzt ist die geplante Geh- und Radwegeverbindung ins neue Gewerbegebiet noch nicht gebaut worden. Zum Glück. Denn die neuen Planungen machen deutlich mehr Sinn.

So ein sonniger Tag wie der Freitag dieser Woche hat wieder einmal so richtig Lust darauf gemacht, das Auto stehen zu lassen und zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein. Und es gibt – nicht nur, aber auch durch die aktuelle Klimadiskussion – immer mehr Menschen, die das tun. Oder es zumindest gerne tun würden. Denn selbst in unserer ländlichen Region haben die motorisierten Verkehrsteilnehmer meistens noch Vorfahrt, weil die Infrastruktur eben zuerst auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist.

Das Schnellrestaurant wirkt wie ein Magnet vor allem auf junge Gäste

Dabei reicht es längst nicht mehr, neue Einrichtungen für den Auto- und Lkw-Verkehr zu erschließen. Auch Radfahrer und Fußgänger müssen von Anfang an mitgedacht und mitbedacht werden. Dass man sich bei der Erschließung des Gewerbegebiets Leitschäcker in Illertissen etwas Zeit gelassen hat mit der Anbindung des Geh- und Radwegs, war dennoch eine richtige Entscheidung. Wären die Planer gleich der noch im Bebauungsplan angedachten Strategie gefolgt und hätten entlang von Obenhausener Straße und über den Wirtschaftsweg erschlossen, wären sie vermutlich sehr schnell vor der Erkenntnis gestanden, dass sich der nichtmotorisierte Verkehr trotzdem einen anderen – und weit gefährlicheren – Weg zum Ziel sucht. Schließlich wirkt gerade das Schnellrestaurant McDonalds geradezu wie ein Magnet vor allem auf junge Besucher, die noch nicht motorisiert sind – und keine große Lust auf einen noch so sicheren Umweg zu Burger und Fritten haben.

Eine halbe Million für neue Geh- und Radwege ist gut investiertes Geld

Die jetzt vorliegenden Lösungen, über die der Bauausschuss des Illertisser Stadtrats am Dienstag sprechen wird, sind nicht zum Nulltarif zu haben. Die vorsichtigen Schätzungen der Verwaltung kommen auf gut eine halbe Million, je nach Ausbau-Variante in Richtung Osten. Doch das Geld ist wohl investiert, weil es einen wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz des Landkreises darstellt. Davon haben dann nicht nur Fast Food-Freunde und Mitarbeiter im Gewerbegebiet etwas – sondern alle, die gerne mit dem Rad unterwegs sind. Und das werden immer mehr.

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