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Illertissen

14.02.2018

Mehr Laptops in die Klassenzimmer

Im Illertisser Kulturausschuss ging es kürzlich um die Digitalisierungsoffensive des Freistaats für die Schulen - und was dadurch auf die Kommunen zukommt.
Bild: Josef Thiergärtner (Symbol)

Beim Illertisser Haushaltsplan geht es auch um die Digitalisierungsstrategie des Freistaats – und deren Folgen.

Der Illertisser Haushaltsplan hat kürzlich seine erste politische Prüfung bestanden: Von den Räten im Kulturausschuss wurde das Zahlenwerk durchgewunken. Nachfragen gab es etwa zu den steigenden Kosten für die Mittagsbetreuung und dem geplanten Waldkindergarten. Aber auch die Digitalisierungsoffensive für die bayerischen Schulen waren ein Thema – und was dadurch wohl auf die Kommunen zukommt.

Die Schüler bekommen ein Mittagessen und danach Hilfe bei den Hausaufgaben: So funktioniert grob gesagt die Mittagsbetreuung, auch an den Grundschulen in Au und Jedesheim. Die anvisierten Kosten dafür zogen die Aufmerksamkeit einiger Ratsmitglieder auf sich. In Au sind heuer 7000 Euro (2017: 2000) vorgesehen, in Jedesheim 15000 Euro, statt 3000. Das hat unterschiedliche Gründe, sagte Hauptamtsleiterin Kerstin Breymaier. In Au hätten sich Eltern sehr engagiert: „Eine tolle Leistung.“ Allerdings sei ein Defizit aufgelaufen, dass die Stadt nun übernimmt. In Jedesheim wolle man eine verlängerte Betreuung anbieten, da ansonsten die Existenz der Schule gefährdet sein könnte, wie es hieß. Man versuche, die kleine Gruppenstärke „aufzufangen“.

Auch um die Kosten der Musikschule Dreiklang ging es im Ausschuss: Im Hintergrund stehen die Bemühungen der drei Trägerkommunen Illertissen, Vöhringen und Bellenberg, die steigenden Ausgaben zu bremsen. Über das Budget der Musikschule soll demnächst gesprochen werden, kündigte Bürgermeister Jürgen Eisen an. In diesem Jahr hat Illertissen eine Summe von 167800 Euro vorgesehen, im vergangenen Jahr waren es 140500.

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Für den Naturkindergarten, der ab September dieses Jahres in Betrieb gehen soll, stehen Ausgaben in Höhe von 71200 Euro im Plan. Abzüglich der Einnahmen bleibt ein Verlust von rund 60000 Euro. Aus Reihen der Räte kam die Nachfrage, ob diese Kosten vergleichbar mit denen anderer Einrichtungen seien. Demnächst würden die Gebühren für alle Kindergärten angepasst, hieß es. Die für den naturnahen würden sich daran orientieren – und entsprechend werde auch das Defizit ausfallen. Gebäude seien nicht geplant. Zur Debatte um das mutmaßlich fehlende stille Örtchen (Stichwort: „Pipibaum“), sagte Breymaier, es könne „eine offene Toilette“ eingerichtet werden.

Bei den Ausgaben für die Schulen ging es auch um „digitale Konzepte“ – diese müssen die bayerischen Bildungseinrichtungen offenbar bis Ende des Schuljahres 2018/19 erstellen. Ein Problem laut Freie-Wähler-Rat und Schulamtsdirektor Ansgar Batzner: die in Aussicht gestellten staatlichen Gelder seien noch nicht auf die Kommunen verteilt. Er riet dazu, dass sich die Illertisser Grundschulen bei ihrer Vorgehensweise absprechen. Laut Kämmerer Markus Weiß versuche man bisher, zwei Laptops pro Klassenzimmer im Einsatz zu haben. Eine engmaschigere Verteilung, etwa einen Rechner pro Kind, halte er für schwierig: „Dann müssten wir Massen an Computern beschaffen.“ Geht es nach Batzner werde die Digitalisierung in Schulen demnächst zum „Megathema“. Eisen hielt eine städtische Zuständigkeit für problematisch: Man könne nicht vonseiten des Rathauses die Schulen „abklappern“, um nach allen Laptops zu sehen. Es werde aber zu überlegen sein, wie damit Them umgeht. „Da wird einiges auf uns zukommen.“

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