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Altenstadt

14.05.2015

Nacktbader bekommen ihr eigenes Ufer

Am Kaisersee bei Augsburg wird das Nacktbaden seit Jahren geduldet, nun bekommen auch die Besucher der Filzinger Bagegrseen einen kleinen Bereich zum Nacktbaden.
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Am Kaisersee bei Augsburg wird das Nacktbaden seit Jahren geduldet, nun bekommen auch die Besucher der Filzinger Bagegrseen einen kleinen Bereich zum Nacktbaden.
Bild: Archivbild: Anne Wall

Mit einer offiziellen Verordnung soll am südlichen See bei Altenstadt ein FKK-Ufer entstehen. Doch nicht jeder ist von dieser Idee begeistert.

Der Altenstadter Marktrat hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob Nacktbaden an den Filzinger Badeseen künftig erlaubt sein soll. Bürgermeister Wolfgang Höß wollte dies vor der neuen Badesaison geregelt wissen. Die bestehende Beschilderung an den Naherholungsseen in Filzingen verbietet das textilfreie Baden zwar, das entspricht nach Auskunft des Bürgermeisters aber nicht der aktuellen Rechtslage. Im Moment sei es so, dass sich jeder in Bayern zum Baden nackt an einen See legen könne. „Allerdings kann die Kommune eine Satzung erlassen, die das verbietet“, fügte Höß an.

Erwin Lang: 98 Prozent der Bevölkerung wollen keinen Nacktbadestrand

Auch die Polizei wolle wissen, wie die Marktgemeinde zu dem Thema stehe, damit im Fall von Beschwerden richtig gehandelt werden kann. Höß will auch dem Aufsichtspersonal am See eine sichere Rechtsgrundlage bieten. Man könne das Nacktbaden komplett verbieten oder im Hinterland, etwas entfernt, eine Nacktbadezone einrichten. „Wir wollen keine FKK-Insel schaffen“, betonte Marktrat Hubert Berger und fügte an, dass sich seine CSU-Fraktion dagegen ausspreche, textilfreies Baden zuzulassen. Man sehe auch keine Verpflichtung, mit Steuergeldern eine entsprechende Zone zu schaffen. Erwin Lang ergänzte, dass 98 Prozent der Bevölkerung einen Nacktbadestrand nicht wollen. Jochen Anders bezweifelte, dass der Prozentsatz so hoch ist und man durchaus Verständnis für das Nacktschwimmen haben sollte. Robert Heller meinte, textilfreies Baden seit Jahren reibungslos funktioniert habe und dies so belassen werden sollte.

Die Nacktbader bekommen einen kleinen FKK-Bereich

Der Bürgermeister entgegnete, im letzten Jahr habe Beschwerden gegeben. „Das Gesetz erlaubt Nacktbaden und wir gehen einen anderen Weg“, erläuterte Roman Kolb, der zu bedenken gab, dass ein Nacktbadeverbot vermutlich ohnehin nicht eingehalten würde. Höß sieht den nördlichen See für textilfreies Baden als ungeeignet an. Man könne allenfalls den westlichen Teil des südlichen Sees in Betracht ziehen. „Dort halten sich die Nacktbadenden ohnehin schon auf“, bekräftigte Höß. Das Gremium entschied sich schließlich bei einer Gegenstimme dafür, von der Verwaltung eine Verordnung ausarbeiten zu lassen. Und mit vier Gegenstimmen fiel der Beschluss, das Nacktbaden in einem sehr begrenzten Bereich im westlichen Teil des Südsees zulässig sein.

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