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Kirche

16.09.2014

Priestertreffen zur Amtseinführung

Eine Abordnung der Katholischen Deutschen Studentenverbindung war zur Amtseinführung ihres Mitglieds Pfarrer Benjamin Beck gekommen.
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Eine Abordnung der Katholischen Deutschen Studentenverbindung war zur Amtseinführung ihres Mitglieds Pfarrer Benjamin Beck gekommen.

Über 30 Geistliche begleiten den neuen Altenstadter Pfarrer zur offiziellen Begrüßung

„Einen Pfarrer in sein Amt einführen zu dürfen, ist etwas ganz Wertvolles“, sagte Markus Mattes. Darin könne man den Segen Gottes erkennen, so der Dekan aus Neu-Ulm. Am Sonntagabend konnte er in der Altenstadter Pfarrkirche diese Aufgabe übernehmen. Ihren neuen Pfarrer Benjamin Beck und ihren neuen Kaplan Pater Mathäus Thayamkery offiziell zu begrüßen, wurde für die Pfarreiengemeinschaft (PG) Altenstadt ein großes Fest.

Bereits der Gottesdienst, mit dem die Amtseinführung einen würdigen Anfang nahm, gestaltete sich für die Besucher in der restlos gefüllten Pfarrkirche von Beginn an eindrucksvoll. Über 30 Priester zogen ins Gotteshaus ein. Allen voran drei Vertreter der Katholischen Deutschen Studentenverbindung – deren Mitglied Pfarrer Beck ist – in traditioneller Uniform. Ihnen folgte eine sehr große Schar Ministranten. Zur Rückenstärkung für diesen wichtigen Abschnitt in seinem Leben, habe er die Mitbrüder eingeladen, sagte Beck später.

Der Kirchenchor, unter Leitung von Edith Thiel, und Marlene Enderle an der Orgel gestalteten den Gottesdienst festlich. Er war geprägt von eindrucksvollen Worten, offiziellen sowie symbolischen Amtshandlungen. Jahrelang sei Pfarrer Beck als Bischofssekretär in dessen Schatten gestanden, so Dekan Mattes in seiner Predigt. Den Schatten als etwas „Schützendes“ und „Bergendes“ interpretierend, meine er dies nicht negativ. Heute bei seiner Amtseinführung als leitender Pfarrer stehe Beck zwar nun im „Rampenlicht“, aber nach wie vor im Schatten des Kreuzes. „Ihr beide sollt die Menschen in den Schatten Gottes und damit in das Geheimnis des Kreuzes stellen“, formulierte der Dekan die seelsorgerischen Aufgaben der neuen Altenstadter Geistlichkeit. Sie sollten es auf vielfältige Art und Weise tun und dabei „immer wieder die einzigartige Geschichte von Jesus Christus verkünden“. Es folgten die offiziellen Worte zur Ernennung zum leitenden Pfarrer, die Übergabe der Urkunde sowie das symbolische Begehen der wichtigsten Orte in der Kirche, wo Beck tätig sein oder Sakramente spenden wird. Darunter der Platz beim Taufbecken, der Beichtstuhl, der Ambo und Altar. Pfarrer Beck, dem von der Diözese ursprünglich nur die kommissarische Leitung der PG für ein Jahr angeboten wurde, hatte diese Befristung von vorneherein abgelehnt.

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„Wir freuen uns, dass Sie sich von ganzem Herzen für Altenstadt entschieden haben“, sagte Pastoralratsvorsitzende Gerlinde Pistel. Mit den Worten „Wir werden Sie nach Kräften unterstützen“, übergab sie ihm als bildliches Zeichen den symbolischen Schlüssel für die PG. Altenstadts Kirchenpfleger Michael Briglmeir machte auf den hohen Anspruch, den die Seelsorge in einer so großen PG samt der Koordination der vielen dort tätigen Gremien stellt, aufmerksam. Doch vielleicht liege gerade auch in dieser Komplexität und Vielfalt der Reiz des Neuen, meinte Briglmeir.

„Von Priestermangel kann man hier nicht sprechen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Höß humorvoll und angesichts der zahlreichen Priester, die im Altarraum gerade noch Platz fanden. Der evangelische Pfarrer Hans-Joachim Scharrer wünschte Beck trotz seiner herausfordernden neuen Aufgaben „Gelassenheit“ und „Raum zum Leben“.

Nach dem Gottesdienst ging die Feier gesellig weiter. Die Musikgesellschaft Illereichen-Altenstadt blies während des Standkonzerts vor der Kirche ihrem neuen Pfarrer und Kaplan schon mal den Marsch. Der Einladung ins Pfarrheim folgten viele Kirchenbesucher und nutzten die Gelegenheit ihre neuen Seelsorger persönlich willkommen zu heißen.

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