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Illertissen

13.09.2019

Problemfall Pubertät: In Illertissen finden Eltern Rat

Der Familienstützpunkt befindet sich im Mehrgenerationenhaus.
Bild: Wolfinger

Der „Kaktus-Treff“ des Familienstützpunkts soll zukünftig eine Plattform zum Austausch bieten. Auch Alleinerziehende sollen mehr Unterstützung bekommen.

Viele Eltern kennen die Situation: Die Familie sitzt beim Abendessen zusammen, doch die Kinder sind währenddessen vor allem mit ihren Smartphones beschäftigt. Besonders in der Pubertät kann dies zu Streits führen, die sich schnell hochschaukeln, erklärt Claudia Glogger, die Leiterin des Illertisser Familienstützpunkts.

Bevor sich die Situation zuspitzt, sei es wichtig, Kompromisse zu finden. „Und zwar in kleinen Schritten, damit sich die Kinder anpassen können“, sagt die Sozialpädagogin. Statt das Smartphone komplett zu verbieten, sei es besser, nur den Esstisch zur handyfreien Zone zu erklären.

Wie umarme ich einen Kaktus?

Mit Problemen wie diesem wird der Familienstützpunkt des Öfteren konfrontiert – das Thema Pubertät steht hoch im Kurs. In Illertissen findet daher am kommenden Dienstag ein kostenloser Vortrag mit dem Titel „Pubertät – wie umarme ich einen Kaktus?“ statt. Im Vöhringer Familienstützpunkt, mit dem der Illertisser eng zusammenarbeitet, wurde dieser bereits gehalten – und laut Glogger waren die Besucher begeistert: „Wir haben dann auf Initiative der Eltern überlegt, wie wir das Angebot erweitern können.“ Herausgekommen ist der „Kaktus-Treff“, der am Mittwoch, 25. September, ab 20 Uhr erstmals in Illertissen und anschließend im rotierenden Wechsel auch an den Standorten in Vöhringen und Weißenhorn stattfinden soll. „Wir wollen den Eltern eine Plattform zum Austausch bieten“, sagt Glogger. Anfangs soll immer eine Fachkraft anwesend sein, beispielsweise von der Erziehungs-, Jugend und Familienberatung.

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Die Zahl der Familien, in denen es während der Pubertät Probleme zwischen Eltern und Kind gibt, sei in der Vergangenheit deutlich angestiegen. Das liegt Glogger zufolge zum einen an den sozialen Medien, aber auch daran, dass sich die Gesellschaft allgemein gewandelt habe: „Den Kindern werden mehr Freiheiten gegeben und schon im Grundschulalter werden sie mit Schönheitsidealen konfrontiert“, sagt Glogger. Dadurch setze die Pubertät schon früher ein und verlaufe extremer. Probleme müssten frühzeitig erkannt und gegen sie vorgegangen werden.

Der Familienstützpunkt deckt ein breites Spektrum ab

Insgesamt ist Glogger mit der Entwicklung des Familienstützpunkts, den es seit Oktober 2018 gibt, zufrieden. „Wir entwickeln gerade ein sehr schönes Profil und decken ein breites Spektrum ab.“ Neben den persönlichen Beratungsgesprächen stießen auch die kostenlosen Fachvorträge auf eine große Resonanz. In Zukunft soll es außerdem regelmäßig einen Treffpunkt für Alleinerziehende an den Standorten angeboten werden.

Der Vortrag „Pubertät – wie umarme ich einen Kaktus?“ wird am Dienstag, 17. September, ab 20 Uhr im Familienstützpunkt in Illertissen gehalten. Ebenfalls dort findet am Mittwoch, 25. September, von 20 bis 21.30 Uhr der erste „Kaktus-Treff“ statt. Weitere Termine am Donnerstag, 28. November, ab 19 Uhr in Vöhringen und am Dienstag, 21. Januar, ab 19.30 Uhr in Weißenhorn.

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