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28.11.2017

Seniorinnen jagen Kindern Schrecken ein

Bild: Becker

Nach dem Vorfall sucht die Polizei nun Zeugen

Zwei ältere Frauen sollen Kinder auf dem Nachhauseweg von der Schule angesprochen haben: Das sorgte offenbar für einen großen Schrecken – und beschäftigt nun auch die Polizei. Sie sucht nach den beiden Seniorinnen. Man gehe zwar nicht davon aus, dass eine Straftat geplant war, sagt Jürgen Salzmann, der Pressesprecher der Illertisser Polizei auf Anfrage. Aber es werde trotzdem versucht, die Frauen ausfindig zu machen: um die Hintergründe zu klären, wie es heißt.

So schildern die drei Schüler die Begegnung: Sie soll sich am Freitagmittag in der Zeit zwischen 11.30 und 11.45 Uhr in der Geschwister-Scholl-Straße in Illertissen zugetragen haben. Die Kinder im Alter zwischen zehn und elf Jahren wurden von zwei älteren Frauen angesprochen. Die Grundschüler konnten das Verhalten der Seniorinnen nicht einordnen und rannten nach eigenen Angaben aus Angst weg. Zuerst in eine nahegelegene Bäckerei und dann zurück in die Schule. Am Nachmittag wurde der Vorfall der Polizei in Illertissen gemeldet. Nun läuft die Suche nach Zeugen – und nach den Frauen selbst. Sie werden von den Kindern als etwa 70 Jahre alt beschrieben. Eine soll einen Rollator dabei gehabt haben.

Die Sachlage sei schwierig zu bewerten, sagt Salzmann. Man habe aktuell keine Hinweise darauf, dass eine Straftat im Raum stehen könnte. Das Alter der Frauen sei nicht gerade typisch für das von Menschen, bei denen man „böse Absichten“ vermuten würde, hieß es. Deshalb sei es nun wichtig, mit Zeugen zu sprechen. Kinder und Eltern würden für solche Ereignisse sensibilisiert, sagt Salzmann. Und fügt hinzu: „Völlig zu Recht.“ Die Schüler hätten sich richtig verhalten und Erwachsene informiert. „Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.“ Möglicherweise stehe aber kein Delikt im Hintergrund, sondern nur ein Missverständnis – so wie bei dem Fall in Bellenberg Ende Oktober. Damals war das Gerücht umgegangen, eine Frau wolle Kinder im Auto mitnehmen. Das entpuppte sich jedoch als Irrtum. Die Polizei nehme solche Meldungen und Warnungen aber grundsätzlich sehr ernst, sagt Salzmann. (caj)

Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 07303/96510 entgegen.

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