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Unterallgäu

17.12.2020

So steht es um die Finanzen der Unterallgäuer Seniorenwohnheime

Wie steht der Landkreis finanziell da? Darum ging es im Unterallgäuer Kreistag.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Plus Im Unterallgäu liegt die Jahresrechnung für 2019 vor: Der Landkreis baute Schulden ab, seine drei Seniorenheime schrieben schwarze Zahlen - zumindest unter dem Strich.

Der Landkreis Unterallgäu und seine Seniorenwohnheime stehen finanziell auf sicheren Beinen: Diese Bilanz für das Jahr 2019 haben der Kreiskämmerer Sebastian Seefried und der Leiter der drei Einrichtungen, Ara Gharakhanian, kürzlich in einer Sitzung des Kreistags näher erläutert.

Seefried stellte die Jahresrechnung 2019 vor. Demnach schloss das vorige Jahr im Verwaltungshaushalt mit 148,3 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt mit 26,9 Millionen Euro ab. Die Schulden im Kernhaushalt – also ohne Beteiligungen – sanken um 1,2 Millionen Euro auf 12,3 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug laut einer Mitteilung des Landratsamts 85 Euro. Damit liegt der Kreis dem Kämmerer zufolge deutlich unter dem bayernweiten Durchschnitt. Bezieht man die Verschuldung von Eigenbetrieben und Krankenhäusern allerdings mit ein, so liegt die Pro-Kopf-Verschuldung im Unterallgäu über dem Bayernschnitt.

Über die Jahresabschlüsse der Kreisseniorenwohnheime in Babenhausen, Bad Wörishofen und Türkheim informierte Ara Gharakhanian. Die drei Einrichtungen schlossen insgesamt mit einem Plus von 116.300 Euro ab und schrieben damit auch 2019 schwarze Zahlen. Im Vorjahr war das Plus mit 29.500 Euro noch deutlich geringer ausgefallen. Beim Blick auf die einzelnen Häuser ergibt sich ein differenzierteres Bild: Das Seniorenheim Sankt Martin in Türkheim verzeichnete als größte Einrichtung einen Gewinn von 160.700 Euro. In Sankt Andreas in Babenhausen gab es ein Minus von 38.800 Euro, im Wohnheim Am Anger in Bad Wörishofen ein Minus von 5700 Euro.

Baumaßnahme in Seniorenheim in Babenhausen

Viele Zahlen enthält auch der öffentlich einsehbare Beteiligungsbericht. Er gibt Aufschluss darüber, an welchen Unternehmen und Verbänden der Landkreis 2019 beteiligt war – zum Beispiel an den Kreiskliniken, später dann am neu gegründeten Klinikverbund Allgäu oder auch am Zweckverband Hochwasserschutz Günztal und an verschiedenen Schulzweckverbänden.

Am Kreisseniorenwohnheim in Babenhausen wurde heuer der Lichtgraben saniert.
Bild: Landratsamt Unterallgäu

Unlängst hatten Hochbauamtsleiter Thomas Burghard und Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner in einer gemeinsamen Sitzung des Kreis- und Bauausschusses auch über aktuelle Baumaßnahmen in den Seniorenwohnheimen informiert. Die Einrichtung Am Anger in Bad Wörishofen wird für rund vier Millionen Euro um 21 Plätze erweitert. Die Aushub- und Fundamentarbeiten haben begonnen, sagte Burghard. „Wir stehen aber noch ganz am Anfang der Maßnahme.“ Die Erweiterung soll bei optimalem Bauverlauf bis zum Ende des Sommers 2021 abgeschlossen sein. Saniert wird auch die Tiefgarage des Heims. Diese Maßnahme schlägt mit 330.000 Euro zu Buche.

Am Seniorenwohnheim Sankt Andreas in Babenhausen fand eine Sanierung des Lichtgrabens statt. Um eindringende Feuchtigkeit zu vermeiden, wurde der Westflügel freigelegt, der Kellerbereich abgedichtet und der Graben mit neuen Drainagen versehen. Hierfür fielen 80.000 Euro an.

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