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04.12.2009

Unbekannter schießt auf Katzen

Kettershausen Plötzlich benahm sich Katze Tipsy komisch: Sie fauchte, wenn man ihr zu nahe kam - obwohl die Streunerin mittlerweile eigentlich recht zahm geworden ist. Die Ursache für das eigenartige Verhalten: Tipsy hatte eine Wunde an der Schulter - vermutlich wurde sie angeschossen. Einige Tage später, so berichtet Rosemarie Sutter vom Verein "Zuflucht für Tier im Allgäu", wurde noch eine zweite Katze im Kettershauser Ortsteil Bebenhausen angeschossen.

Sutter kennt Katze Tipsy schon lange: "Eine Familie hat sich um die Streunerin gekümmert, sie gefüttert und gezähmt." So wurde es für Sutter leichter, die Katze einzufangen und sterilisieren zu lassen.

Tipsy hatte Glück: Die Schusswunde, die laut Sutter wohl von einem Projektil aus einem Luftgewehr stammt, ist von selbst abgeheilt. Was mit der anderen angeschossenen Katze passiert ist, kann Sutter nicht sagen: "Sie ist sehr scheu und lässt niemanden an sich heran."

Rund um Kettershausen gibt es - wie anderenorts auch - viele streunende Katzen, die von manchen Menschen auch als störend empfunden werden. Sutter weiß um das Elend dieser Tiere und sie appelliert an Katzenbesitzer, die Tiere kastrieren beziehungsweise sterilisieren zu lassen. "Katzen können zweimal im Jahr Junge gebären. Sie vermehren sich sehr schnell." Doch Sutter betont auch, nur weil ein Tier ohne Besitzer ist, rechtfertige das nicht, auf das Tier zu schießen. Deshalb wollte die Tierschützerin die beiden Fälle aus Bebenhausen anzeigen.

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Tatbestand der Tierquälerei

Radim Tatka von der Polizei-Außenstelle Babenhausen erklärt: "Weil die Katzen herrenlose Streuner sind, können wir nicht wegen Sachbeschädigung ermitteln - schließlich gibt es keinen Geschädigten."

Er hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Denn: "Der Tatbestand der Tierquälerei bleibt natürlich bestehen." Niemand dürfe einfach so auf wilde Tiere schließen: "Dazu braucht man eine Schießerlaubnis." Zudem tue sich noch die Frage auf, mit welcher Waffe die Katzen angeschossen wurden. "Es könnte auch sein, dass gegen waffenrechtliche Bestimmungen verstoßen wurde", so Tatka.

Hinweise nimmt die Polizei-Außenstelle Babenhausen, Telefon (08333) 2280, entgegen.

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