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Landkreis Neu-Ulm

11.08.2018

Wacker, wacker: Der Neu-Ulmer Landrat rockt in Wacken

So können Landräte auch aussehen: Thorsten Freudenberger war beim Welttreffen der ganz Harten, beim Metal-Festival in Wacken.
Bild: Sammlung Freudenberger

Was die Bürgermeister (und der Landrat) aus dem Kreis Neu-Ulm während der Ferien unternehmen und was ihnen in Erinnerung geblieben ist.

Die Terminflut ist abgeebbt, die nächsten Sitzungen sind weit weg: In den Rathäusern ist mit den Sommerferien ein wenig Ruhe eingekehrt. Und was machen jetzt die Bürgermeister mit der vielen freien Zeit?

Wir haben Rathauschefs im Landkreis nach ihren Urlaubsplänen befragt – und natürlich auch den Landrat. Thorsten Freudenberger gönnt sich diesen Sommer drei Kurzurlaube. Einen davon hat er bereits hinter sich: Vergangenes Wochenende besuchte er zum ersten Mal das weltgrößte Heavy-Metal-Festival in Wacken – auch wenn er musikalisch nicht zu den ganz Harten gehört, wie er zugibt.

Doch jetzt ist er bekehrt: „Es war ein einzigartiges Erlebnis“, schwärmt er. Beeindruckt hat ihn die friedliche, entspannte und familiäre Atmosphäre, was ja bei 80000 Besuchern nicht unbedingt leicht zu erreichen ist. Der Landrat hat das Glück, eine Cousine in einem Nachbarort von Wacken zu haben. Das macht den Festivalbesuch ungleich komfortabler als ein Zelt auf dem sonnendurchglühten Platz. Die beiden anderen Ziele sind etwas ruhiger: Es geht ins Zillertal zu einem Familientreffen und nach Stockholm. Ganz normaler Familienurlaub eben.

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Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg schrieb uns: „Wir haben hier in Neu-Ulm und in Schwaben so viele schöne Fleckchen und Ausflugsziele. Es muss nicht immer die große weite Welt sein. Meist findet man das Schöne direkt vor der Haustür.“

Sommerurlaub der Bürgermeister: Die meisten bleiben in der Region

Der OB wird den Urlaub mit seiner Frau Cornelia verbringen und hat sich vorgenommen, viel zu radeln. „Fest geplant haben wir eigentlich nichts“, sagt Noerenberg. „Es ist auch mal schön, nicht den ganzen Tag durchgeplant zu sein. Wir steigen einfach aufs Rad und fahren los.“ Gern unterwegs ist das Stadtoberhaupt auf dem Illerradweg. Biberach und Therme wären auch eine mögliche Tour. „An einem Ziel werden wir sicher nicht vorbei kommen: ein Süßigkeitengeschäft in einer südlichen Landkreisgemeinde – da zieht es uns immer wieder hin.“

Keinen großen Aufwand betreibt auch der Kellmünzer Bürgermeister Michael Obst: Er bleibt zu Hause und möchte nur einige Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung unternehmen. „Geplant ist mit den Kindern eine Bootsfahrt auf dem Bodensee und Eis essen am Roggenburger Weiher.“ Die Familie hat heuer einiges an ihrem Haus renoviert und möchte „das nun auch genießen“.

Jürgen Eisen, Bürgermeister von Illertissen, zieht es ebenfalls nicht so sehr in die Ferne. Zusammen mit seiner Frau fährt er in die Steiermark. Was er dort macht? „Wandern, entspannen und Graz anschauen, ich finde es immer interessant zu sehen was andere Städte so machen, um attraktiv zu sein.“ Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Urlaub in Schottland: „Wir waren letztes Jahr mit Freunden in Schottland, hier hat mich Edinburgh, die Hauptstadt von Schottland, sehr beeindruckt. Wir waren rein zufällig ein paar Tage dort, als das bekannte jährliche Fringe Festival, das größte Kunstfestival der Welt, stattfand.“ In der ganzen Stadt sei etwas los gewesen, so der Bürgermeister. Viele Künstler hätten ihr Können gezeigt.

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Weiter weg zieht es da schon den Nersinger Bürgermeister Erich Winkler und seine Frau Marion: Sie fahren Ende August/Anfang September mit dem Wohnwagen an die Adria in die Ecke Venedig. „Auf dem Rückweg machen wir voraussichtlich noch ein paar Tage halt in Südtirol“, schrieb Winkler. „Italien ist schon seit Jahren mein Lieblingsreiseland, weil ich die Gelassenheit der Italiener und die italienische Küche besonderes schätze. Winkler ist im Urlaub durchaus mal sportlich unterwegs. Gerne erinnert sich der Bürgermeister an seine erste Alpenüberquerung mit dem Mountainbike im Jahr 2016.

Der Pfaffenhofer Rathauschef Josef Walz will nicht verreisen, sondern mit der Familie ein paar Tage im heimischen Garten verbringen. „Unsere Enkel haben ihren Besuch angekündigt. Mal sehen, was sich dabei alles ergibt“, teilte Walz mit. Eines ist für ihn sonnenklar: „Bei diesem tollen Sommerwetter ist es daheim am Schönsten!“ (az)

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