1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Wallfahrtskirche in Kirchhaslach ist erneut Baustelle

Kirchhaslach

25.05.2019

Wallfahrtskirche in Kirchhaslach ist erneut Baustelle

Copy%20of%20clb%2019.jpg.tif
2 Bilder
Das an der Ostseite der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt angebrachte Gerüst verrät, dass die Instandsetzungsmaßnahmen bereits begonnen haben.
Bild: Claudia Bader

Erst 2010 ist „Mariä Himmelfahrt“ in Kirchhaslach nach einer umfangreichen Sanierung eingeweiht worden. Nun sind wieder Wände eingerüstet. Was sich für die Gläubigen ändern soll.

Wenn alles planmäßig läuft, ist es vielleicht schon an Weihnachten soweit: Die Gläubigen aus Kirchhaslach und den Ortsteilen sollen dann die Festgottesdienste in einer angenehm temperierten Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt feiern können. Bevor dort eine Sitzbankheizung eingebaut wird, sind allerdings noch einige Arbeiten am und im Gotteshaus erforderlich. So hat es das Projektmanagement des Bistums Augsburg angeordnet. Ein Gerüst an der Ostseite des Kirchenschiffs zeigt, dass die Maßnahme bereits im Gange ist.

Früher war die Kirche während der kalten Jahreszeit über eine im angrenzenden, alten Benefiziatenhaus installierte Ölheizung zumindest ein wenig erwärmt worden, berichtet der ehemalige Kirchenpfleger Georg Wohllaib. Die warme Luft wurde über eine Rohrleitung in die Schächte auf dem Fußboden des Gotteshauses geblasen. Dieses System ging aber vor mehr als 20 Jahren kaputt. Danach wurde nicht mehr geheizt. „Laut Auskunft von Fachleuten war das für unsere elektropneumatische Schwarzbauer-Orgel von Vorteil“, sagt Wohllaib. Zahlreiche Gläubige hätten sich eine Sitzbankheizung gewünscht – schon 2013 habe die Kirchenverwaltung darüber diskutiert.

Kirchgänger wünschen sich Sitzbankheizung

Kirchenpflegerin Daniela Helfer berichtet: „Als wir den Antrag für diese Maßnahme stellten, forderte die Diözese als Voraussetzung die Erstellung eines Standsicherheitsgutachtens.“ Die mit dieser Aufgabe beauftragte Konstruktionsgruppe Bauen in Kempten habe bei ihrer Prüfung von Konstruktion und Statik eine ganze Litanei an kleinen und größeren Auffälligkeiten und Schäden dokumentiert, so Helfer – obwohl die Wallfahrtskirche erst 2010 nach einer umfangreichen Sanierung feierlich eingeweiht worden war.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dabei handle es sich um erforderliche Arbeiten am Chordach, im Inneren des Kirchturms und im Innenraum des Gotteshauses. Vorrang hat laut Gutachten die Reparatur der Dachdeckung im Chorbereich über dem Altarraum. Das Gebälk, das in der Vergangenheit durch eindringende Feuchtigkeit geschädigt wurde, muss ausgetauscht und die defekten Bereiche im Dach mit Nockenblechen abgedichtet werden.

Im Bereich des Chorbogens hat sich ein kaum sichtbarer Riss gebildet.
Bild: Claudia Bader

Im Innern des Gotteshauses hat sich im Bereich des Chorbogens ein kaum sichtbarer Riss gebildet. Er muss sowohl vom Dachstuhl aus, als auch von unten „verpresst“ werden, erklärt die Kirchenpflegerin. Dazu wurde bereits ein stützendes Gerüst aufgebaut. Neben der Instandsetzung des Kanzelaufgangs sind im Innenraum zudem Elektroarbeiten notwendig. Die ganz unscheinbar an der Decke hängenden, alten Lampen werden durch moderne und energieeffiziente Leuchten ersetzt, sagt Helfer.

Laut Gutachten sind zur Instandsetzung der unter Denkmalschutz stehenden Wallfahrtskirche auch Spenglerarbeiten, die Sanierung der Läutemaschine für die Kirchenglocken, Außenmalerarbeiten am Chor sowie Putzausbesserungen innen und außen notwendig.

Laut Schätzung werden sich die Gesamtkosten auf 367000 Euro belaufen, sagt die Kirchenpflegerin. Da es sich vorrangig um Facharbeiten handle, seien Eigenleistungen nur in sehr geringem Maß möglich. Neben einem Zuschuss der Diözese Augsburg in Höhe von 60 Prozent der Gesamtmaßnahme haben die Bayerische Landesstiftung 8800 Euro, die Gemeinde Kirchhaslach 30000 Euro und der Landkreis Unterallgäu 3000 Euro zugesichert. Zuschüsse erhofft sich die Kirchenverwaltung auch vonseiten des Bezirks Schwaben. Von dem Landesamt für Denkmalpflege hat die Kirchenverwaltung eine Absage erhalten. Darüber hinaus wird auf Spenden der Gläubigen gehofft.

Lesen Sie außerdem: Sanierung der Kirchhaslacher Kirche wird bezuschusst

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren