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Vöhringen

30.11.2019

Wo entsteht die neue Kita in Vöhringen?

Nördlich des Sperberweges könnte eine neue Kindertageseinrichtung entstehen. Vier Varianten sind im Gespräch. Eine konkrete Entscheidung über Standort und Planung fiel noch nicht.
Foto: Ursula Katharina Balken

Um den Bedarf an Betreuungsplätzen decken zu können, will die Stadt eine neue Kindertagesstätte bauen. Vier Varianten wurden im Stadtrat diskutiert.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt. Damit langfristig alle Kinder einen Platz bekommen, will die Stadt eine neue Einrichtung bauen. Wenn auch die staatlichen Zuschüsse vorerst erschöpft sind, so muss die Stadt vorausschauend denken, sagte Vöhringens Bürgermeister Karl Janson in der jüngsten Stadtratssitzung. Noch ist unklar, wo und in welcher Form die neue Kita errichtet werden soll.

Bereits im September wurden Überlegungen laut, die Sportanlagen an der Grundschule Nord zu verlegen, um dort eine neue Kindertageseinrichtung zu schaffen. Drei Varianten hat Timo Söhner vom Stadtbauamt nun vorgestellt. Mit einer zusätzlichen Variante wartete Florian Hesser (CSU) auf.

Variante 1 Eine Alternative sieht den Bau eines Schulsportplatzes sowie den Neubau einer Kindertageseinrichtung nördlich des Sperberweges vor. Das Grundstück ist nach Angaben von Söhner 5550 Quadratmeter groß und bietet Platz für einen Allwetterplatz mit Laufbahn sowie eine viergruppige Kita mit Außenanlagen. Das Grundstück wäre Söhner zufolge optimal genutzt und biete Vorteile durch die räumliche Nähe zur Schulmensa.

In einem dritten Geschoss könnte Platz für bezahlbaren Wohnraum entstehen. Parkplätze für Bewohner und Erzieher wären in einer Tiefgarage denkbar. Der Neubau könnte im Rahmen eines Sonderförderprogramms bezuschusst werden. Bei einer Sanierung des bestehenden Kindergartens wären auch Zuschüsse zu erwarten.

Söhner gab allerdings zu bedenken, dass durch die Schule und den geplanten Neubau des Caritas-Centrums mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs zu rechnen sei – gerade an der Ecke Sperberweg/Falkenstraße.

Variante 2 Eine andere Variante sieht den Abriss des bestehenden Kindergartens Nord vor. An dessen Stelle könnte ein Schulsportplatz entstehen. Auf einem Grundstück nördlich des Sperberweges könnte dann eine Kindertagesstätte mit sieben Gruppen errichtet werden. Mit einem Bau dieser Größenordnung wäre das Grundstück vollständig ausgelastet.

Außenspielflächen und Stellflächen wären gerade noch ausreichend vorhanden. Neben den hohen Kosten spricht nach Angaben von Söhner die Größe der Einrichtung gegen eine Verwirklichung. Denn ein kleinerer Bau wäre besser zu organisieren. Mit einer Förderung sei auch beim Bau einer Kita mit vier Gruppen zu rechnen.

Variante 3 Eine dritte Variante sieht Söhner in einer viergruppigen Kindertageseinrichtung an der Reiherstraße. Umliegend entsteht dort derzeit Bauland. Junge Familien halten eine Einrichtung dort sicher für wünschenswert, sagte Söhner. Eine räumliche Trennung zum Kindergarten Nord könnte einer möglichen Konkurrenzsituation entgegenwirken. Auch die Verkehrsbelastung wäre weitaus geringer.

Variante 4 Überraschend präsentierte Florian Hesser (CSU) eine vierte Alternative im Stadtrat. Sein Vorschlag sieht einen Neubau nördlich des Sperberweges vor. In einem dreiteiligen Gebäude könnten rechts und links jeweils drei Gruppen untergebracht werden, in der Mitte läge ein Trakt mit Gemeinschaftsräumen.

Parkplätze könnten Hesser zufolge nördlich des Neubaus errichtet werden. Das Gebäude wäre so situiert, dass es eine Art Lärmschutz für das nördlich angrenzende Wohngebiet darstellt. Eine Entscheidung, welche Variante umgesetzt werden soll, wurde nicht getroffen. Es bedarf weiterer Beratungen.

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