Meisterportrait

31.07.2018

Die Krönung des Neuaufbaus

Beim TSV Senden stimmt der Teamspirit. Beim Wiederaufbau haben die Spieler selbst angepackt, der Lohn war der Aufstieg in die Kreisliga A Iller.
Bild: Margit Kühner

Der TSV Senden war ganz unten, jetzt meldet er sich zurück. Ein Trainingslager hat Wunder bewirkt

Vor genau zehn Jahren waren sie schon einmal auf Wolke sieben. Die Kicker des TSV Senden waren damals aus der Kreisliga B bis in die Bezirksliga durch marschiert. Bereits nach einer Saison ging es jedoch wieder nach unten, es folgte der freie Fall in die „Sicherheitsliga“. Auch dort fand man sich schnell am Tabellenende wieder, zwischenzeitlich drohte sogar die Auflösung des Vereins. Jetzt haben sich die vornehmlich türkischstämmigen Fußballer wieder aufgerappelt und können sich über den Aufstieg in die Kreisliga A Iller freuen.

Aktug Polat ist nicht nur ein Leistungsträger in der Mannschaft sondern auch der Vorsitzende des Vereins. Mit Manuel Engelhardt als Abteilungsleiter hat sich der 38-jährige Polat einen engagierten Mitstreiter ins Boot geholt. Polat und Engelhardt berichten von den schwierigen Anfängen:„Damals hat uns die komplette Ausrüstung gefehlt und die Plätze mussten instand gesetzt werden.“ Die Spieler haben dabei mit angepackt und selbst Geld investiert, auch die Stadt hat den TSV Senden unterstützt. Neue Strukturen und Halil Korkmaz als Spielertrainer sorgten schließlich für die Initialzündung. „Er ist ein Glücksfall, wir können uns keinen besseren Trainer vorstellen“, schwärmt Aktug Polat.

In der Rückrunde der vorletzten Saison wurde mit dem Wiederaufbau der Mannschaft begonnen. Ein völlig neues Kollektiv musste zusammengestellt werden, der große Wurf war deshalb noch nicht abzusehen. Ein Trainingslager in Antalya vor einem Jahr hat dann offensichtlich Wunder bewirkt. Fast 40 Mann waren dabei und haben für den notwendigen Teamspirit gesorgt. „Wir haben eine tolle Mischung aus Alt und Jung“, sagt Manuel Engelhardt. In der vergangenen Spielzeit setzte es nur zwei Pleiten für den TSV Senden. Nach der Auswärtsniederlage beim SV Jedesheim folgte eine Serie von 25 Siegen und nur einem Unentschieden. Der Vorsprung auf Vize Jedesheim war am Schluss deutlich und die Feierlichkeiten dementsprechend intensiv. „Bis uns die Polizei gestoppt hat“, erinnern sich Polat und Engelhardt mit einem Grinsen.

Im Internetportal Fupa wurde der TSV Senden sogar zur Mannschaft des Jahres gewählt. Für die neue Saison nimmt man sich beim TSV Senden einen Platz unter den Top-Fünf der Kreisliga A vor.

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