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Regionalliga Südwest

10.08.2018

Sieg gegen Offenbach: SSV Ulm ist zurück an der Spitze

Nico Gutjahr (links) und der zweifache Torschütze Steffen Kienle zeigten nach dem glücklichen 2:1-Sieg gestern Abend gegen die Offenbacher Kickers unverhohlen ihre Freude, dass sie zumindest vorübergehend mit ihrer Mannschaft wieder an der Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga Südwest stehen.
Bild: Langer / Eibner-Pressefoto

Zittersieg gegen die Offenbacher Kickers im heimischen Stadion. Steffen Kienle trifft zweimal. Nach der Pause erleben die Zuschauer eine andere SSV-Elf.

Ein Zitterspiel nahm am Freitagabend für die Spatzen noch ein gutes Ende: Der SSV Ulm 1846 Fußball bezwang im heimischen Donaustadion die Kickers aus Offenbach letztlich glücklich mit 2:1 (2:0) und hat mit diesem Erfolg wieder die Tabellenführung übernommen. Allerdings gab es gestern auch keine weiteren Spiele in der Regionalliga Südwest.

Es war ein seltsamer Fußballabend. Die äußeren Bedingungen waren optimal, die Stimmung auf den mit 2481 zahlenden Besuchern gut gefüllten Rängen ebenfalls, bloß die Ulmer Mannschaft machte den Beobachtern der Partie nach der Halbzeitpause Sorgen. Die Spatzen brachten nach sehr guten ersten 45 Minuten nichts mehr zustande, gerieten unter Druck, kassierten nach der 2:0-Halbzeitführung prompt ein Gegentor, als auch die Abwehr phasenweise einem Hühnerhaufen glich und nur mit Glück und etwas Geschick brachten die Gastgeber den knappen 2:1-Sieg über die Runden. Dieser wurde zwar gefeiert, aber allen im Stadion dürfte klar gewesen sein, dass die Vorstellung über die gesamten 90 Minuten betrachtet, nicht das Gelbe vom Ei war.

SSV Ulm gewinnt gegen Kickers Offenbach

SSV-Trainer Holger Bachthaler hatte seine Mannschaft wieder umgestellt. Diesmal durften der von seiner Verletzung genesene Kapitän Florian Krebs in der Innenverteidigung, Nico Gutjahr sowie Ardian Morina im Mittelfeld und Vitalij Lux im Angriff wieder von Beginn an ran, dafür saßen David Kammerbauer, Adrian Beck und Marcel Schmitt auf der Bank, während Aron Viventi wie Thomas Rathgeber gar nicht im Aufgebot war.

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Die Veränderungen in der Startformation waren zunächst nicht zu spüren. Die Ulmer dominierten erstmal die Partie. Zwar erspielten sie sich bis zur Pause nur wenig erstklassige Tormöglichkeiten, doch auf der Gegenseite hieß es bei den Offenbachern komplett Fehlanzeige. Die Spatzen spielten druckvoll, griffen ihren Gegner stets früh an und ließen die Kickers kaum einmal vors Tor kommen. Die Gastgeber hingegen zeigten, dass sie nicht nur gut spielen, sondern auch gewinnen wollten. Bereits in der 4. Minute nutzte der lange Zeit sehr agile Steffen Kienle eine Freistoßvorlage von Luigi Campagna zur frühen Führung für Ulm (4.).

Lesen Sie: Die Spatzen mussten die Tabellenführung zunächst abgeben.

Das 1:0 gab den Ulmern noch mehr Selbstvertrauen und es gelangen ein paar sehenswerte Spielzüge. In der 17. Minute verpasste Ardian Morina das Gehäuse der Hessen nach einem weiteren Freistoß von Campagna noch haarscharf, dann folgte ein sehenswerter Alleingang von Kienle. Als die von allen Seiten kommenden OFC-Verteidiger den Ulmer Offensivmann gerade stören wollten, zog dieser ab und traf mit einem harten, platzierten Schuss ins linke Eck (33.). Offenbachs Torhüter Daniel Endres war chancenlos. Unmittelbar vor der Pause hatte Morina noch eine Chance, verpasste aber eine super Flanke von Kienle.

Ulmer Spatzen wieder Tabellenerster

Dann die zweite Halbzeit. Die Offenbacher hatten zur Pause mit Maik Vetter und Jake Hirst zwei neue Spieler für Dren Hodja und Serkan Göcer gebracht und nun lief ihr Spiel. Was auch daran lag, dass die Spatzen sich zurückzogen, plötzlich ins Schwimmen gerieten und kaum noch einen konstruktiven Angriff zustande brachten.

So häuften sich nun Offenbacher Chancen, die aber Florian Treske (57.), Serkan Firat (64.) und der stark auftrumpfende Hirst (69.) nicht nutzten. Zwischendrin war Vitalij Lux an Endres gescheitert. Der eingewechselte David Braig hätte nach dem 2:1 durch Hirst (79.) alles klar machen können, doch er vergab seine Topchance aus acht Metern (85.). Und es hieß bangen.

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag - Stoll, Krebs, Reichert, Schindele - Kienle (84. Braig) , Gutjahr (70. Beck), Campagna, Nierichlo - Morina (76. Bagceci) - Lux.

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