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20.03.2012

Auf Exoten im Garten verzichten

Auf Exoten im Garten verzichten
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Paula Print informiert sich bei Ottmar Frimmel von der Naturschutzbehörde über die ersten Gartenarbeiten im Frühjahr

Krumbach Paula ist ganz begeistert vom Frühling und dem Erwachen der Natur. Sie will wissen, was im Garten zu tun ist. Ottmar Frimmel von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Günzburg klärt Paula auf.

Was gibt es jetzt im Garten zu tun?

Ottmar Frimmel: Ganz wichtig ist, dass man das Laub im Herbst unter den Sträuchern liegen lässt. So haben die Igel einen geschützten Platz zum Überwintern. Die Laubschicht enthält Mikroorganismen, das bedeutet, die Nährstoffe kommen in den Boden zurück. Jetzt aber im Frühling wird es Zeit, das Laub abzuräumen und die Stauden zu schneiden.

Auf Exoten im Garten verzichten

Kann man schon Blumen pflanzen?

Frimmel: Ja, einjährige Blumen dürfen ins Beet, wie zum Beispiel Tagetes und Stiefmütterchen. Die Bäume und Sträucher sollten jetzt noch im März geschnitten werden. Dann beginnt nämlich die Vogelbrutzeit. Es ist wichtig, dass die Vögel ungestört brüten können.

Aber die Blumen?

Frimmel: Die ersten Schneeglöckchen und Märzenbecher sind schon da. Bald blühen auch die Stauden, es ist besser, die Stauden im Winter stehen zu lassen, sie bieten in ihren Stängeln Nahrung für Vögel, die bei uns überwintern. Außerdem sieht es schöner aus, wenn der Garten nicht so kahl ist.

Was sind denn Stauden?

Frimmel: Stauden sind mehrjährige Blüher. Zum Beispiel Margeriten, Rittersporn, Akelei und viele andere. Wichtig für die heimische Tierwelt sind vor allem Wildstauden.

Ja, die sind sehr schön, ich freu mich schon, wenn sie blühen. Was ist noch zu beachten?

Frimmel: Wenn ein Baum abgestorben ist, also Totholz, sollte man ihn unbedingt stehen lassen. Um den toten Baum kann man Klettergewächse wie Rosen oder Clematis pflanzen. Das sieht schön aus und die Vögel können dort Insekten als Nahrung finden. Gleichzeitung bieten tote Bäume mit ihren Höhlen tolle Wohnungen für ihren Nachwuchs.

Das ist aber spannend.

Frimmel: Ja, ganz wichtig ist auch, wenn man neue Sträucher pflanzt, auf Exoten zu verzichten. Jetzt ist die beste Zeit für Pflanzungen. Heimische Pflanzen bieten ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot für unsere Tierwelt. Ein ökologischer Garten ist ein Paradies für Mensch und Tier. (liss)

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