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Aletshausen

31.01.2021

Finanzhilfe: Aletshausen übernimmt die Betriebskosten der Vereine

Die Brücke über die Mindel östlich der Ortschaft Winzer ist vor gut 35 Jahren gebaut worden. Bei der Inspektion im letzten Jahr kamen schwere Schäden zutage. Damit sie weiterhin benutzt werden kann, müssen etliche Vorkehrungen getätigt werden.
Foto: Karl Kleiber

Plus Wegen Corona konnten lange Zeit keine Veranstaltungen stattfinden. Deshalb bricht ein Großteil der Einnahmen weg. Nun will Aletshausen den Vereinen helfen. Auch die marode Mindelbrücke ist Thema.

Bedingt durch die Corona-Pandemie legten die Gemeinderäte in Aletshausen eine mehrwöchige Pause bei ihren Zusammenkünften ein und trafen sich jüngst zur ersten Sitzung im neuen Jahr. Die Tagesordnung umfasste vielfältige Themen, die von einem abzuschließenden Wartungsvertrag bis zur maroden Mindelbrücke östlich von Winzer reichten.

Wegen der langen Pause unterrichtete Bürgermeister Georg Duscher eingangs das Gremium, dass die Gemeinde im Kindergarten eine Notbetreuung eingerichtet habe, die gut angenommen und regelmäßig von zehn bis zwölf Kindern besucht werde. Etwas besorge den Bürgermeister, dass den Gemeinden die Ausgabe von kostenlosen FFP2-Schutzmasken an Bedürftige übernehmen müssen. Durch diesen Publikumsverkehr setze sich das Verwaltungspersonal einer Ansteckungsgefahr aus. „Und sonst sind viele Rathäuser geschlossen“, so Duscher.

Vereine kämpfen ums überleben: Aletshausen will helfen

Das Gemeinde- und Bürgerhaus Aletshausen wird von der Freiwilligen Feuerwehr sowie dem Musik- und Schützenverein genutzt. Zu Beginn des Kindergartenjahres 2020/21 stellte der Gemeinderat seinen Sitzungssaal für eine Außengruppe zur Verfügung. Genutzt haben das Gebäude sporadisch nur die Feuerwehr und hauptsächlich der gemeindliche Kindergarten. Deshalb verursachte die Außengruppe den Löwenanteil der Betriebskosten, die sich in 2020 auf rund 3000 Euro belaufen. Die Freiwillige Feuerwehr und der Schützenverein haben in Haupeltshofen ein gemeinsames Haus. Hier entstanden im letzten Jahr rund 2500 Euro Kosten für den Unterhalt. In Winzer hat der Schützenverein sein Domizil im Bürgerhaus. Bei der laufenden Sanierung mussten Heizung und Brenner erneuert und Heizgas gekauft werden. Die Kosten übernahm bereits die Gemeinde.

Bei der anschließenden Diskussion kam klar zum Ausdruck, dass die Gemeinde für die Vereine etwa tun müsse, damit sie überleben können. Im letzten Jahr konnten die gemeindlichen Liegenschaften wegen Corona kaum genutzt werden. Veranstaltungen fielen flach und somit brachen die Einnahmen der Vereine weg. Aber die Häuser mussten dennoch geheizt und instand gehalten werden, deshalb übernimmt die Gemeinde für 2020 die Betriebskosten, war man sich einig. Die genauen Höhen werden dem Rat noch vorgelegt, dann kann man endgültig abstimmen.

Weiteres aus dem Gemeinderat in Aletshausen

  • Löschanlagen Vor Kurzem hat die Gemeinde für ihre Feuerwehren gesetzlich vorgeschriebene Abgas-Absauganlagen für die Löschfahrzeuge angeschafft, die auch regelmäßig gewartet werden müssen, was viel Geld kosten werde. Duscher stellte die Frage ans Gremium, was eigentlich bei neuen Anlagen kaputtgehen könne. Die Anlagen bestehen hauptsächlich aus Kompressor und Schläuchen. Dies sahen die Räte auch so, und vertagten für 2021 einstimmig den Abschluss eines Wartungsvertrages.
  • Mindelbrücke Im vorigen Jahr wurden alle Brücken, die zur Gemeinde Aletshausen gehören, einer genauen Inspektion unterzogen. Robert Plersch vom VG-Bauamt Krumbach berichtete von der Möglichkeit, die marode Mindelbrücke auch ohne große Sanierung weiterhin nützen zu können. Das über 35 Jahre alte Bauwerk befindet sich östlich von Winzer an der Straße zum Flurstück „Ried“. Für die Mindelbrücke besteht dringender Handlungsbedarf, sagte der Baufachmann. Empfohlen wird von der Verwaltung, die Fahrbahn so zu verengen, dass bei der Überfahrt kein Begegnungsverkehr mehr möglich ist. Zudem müsse ein Zehn-Kilometer-Schild und eines, das die vorfahrtsberechtigte Fahrtrichtung anzeigt, aufgestellt werden. Lastwagen bis zu vierzig Tonnen dürfen die Brücke nur noch im Schritttempo befahren. Vorbeugend sollte die Brücke auch noch fahrgerecht abgestützt werden, empfahl Plersch abschließend.

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