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Oberrieder Weiher

01.01.2020

Kalter Oberrieder Badegenuss zum neuen Jahr

„Hinein ins kühle Nass“: Mit 111 Teilnehmern gab es beim Silvesterschwimmen im Oberrieder Weiher einen neuen Rekord.
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„Hinein ins kühle Nass“: Mit 111 Teilnehmern gab es beim Silvesterschwimmen im Oberrieder Weiher einen neuen Rekord.
Bild: Manfred Keller

Beim Silvesterschwimmen der Wasserwacht im Oberrieder Weiher gab es eine Rekordbeteiligung. Was den Reiz dieser Erfrischung ausmacht.

Winterstimmung im Günztal. Silvestertag in Oberried: Vor der leicht dunstig gehaltenen Kulisse des malerischen Naherholungsbereichs glänzt der Weiher im Widerstrahl der tief stehenden Wintersonne. „Leise rieselt“ zwar (kein) Schnee. Aber „Still und starr ruht (noch) der See“ (sprich: Weiher). Dann kommen doch die tapferen Mitglieder der Wasserwacht in Taucher-Montur aus dem benachbarten Krumbach, um den Oberrieder Weiher in einem Teilbereich des nördlichen Ufers „vom Eise befreit“ herzurichten. Warum das denn? Weil sich die am Oberrieder Weiher die Aktiven der Wasserwacht (WW) zum gemeinsamen Jahresabschluss-Bad einfanden. Das Silvesterschwimmen ist (seit mittlerweile 38 Jahren!) ein fixer Termin im Kalender der WW-Rettungsschwimmer und Taucher. Und ebenso traditionell lassen sich zu diesem Jahresschluss-Event immer mehr Gastschwimmer, vornehmlich von benachbarten WW-Ortsgruppen und aus Umland-Gemeinden kommend, in die Teilnehmerlisten eintragen („Badgenuss zum Jahresschluss“).

Die äußeren Bedingungen beim Winterschwimm-Lokaltermin zum Jahresausklang („Badespaß im Wassernass“) für die gemischte Schwimmerriege waren für die am Uferrand die Szene beobachtenden Zuschauer und Schlachtenbummler „einigermaßen angenehm“.

Sechs Grad Außentemperatur

Und für die „Halbnackt-Winter-Bader“? Die Außentemperatur: Um die Mittagszeit plus sechs Grad, Tendenz gleichbleibend. Die Wassertemperatur – mit Thermometer gemessen: Bescheidene vier Grad, und über Fußspitze gefühlt wie „eisige Minusgrade“ im zweistelligen Bereich („Wir frieren wie die Reiher – im Wasser von dem Weiher“). Und trotzdem – oder gerade deswegen – folgten 111 Badenixen und kälteresistente Schwimmer, Taucher und Schnorchler, dem mutmachenden Aufruf „Patsch-Nass“ und gingen allesamt ins Wasser. Das ist eine Rekordbeteiligung, die in die WW-Chronik Eingang findet. Und es waren auch noch nie so viele Besucher gezählt worden beim „Schauspiel am See“, die als interessierte Schaulustige, aufmunternde Schlachtenbummler oder mitbibbernde Beobachter des Spektakels gekommen waren.

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Dann also gingen sie buchstäblich baden: Alle der über hundert Teilnehmer, die sich registrieren ließen. Von den Teenies bis zu mittleren und fortgeschrittenen Jahrgängen rekrutierte sich der Teilnehmer-Rekord-Pulk. Die Wahl der Garderobe war (natürlich den Umständen angepasst) gewohntermaßen recht spärlich: Die Mädels und Damen im kleidsamen Badeanzug oder wahlweise im Bikini, die Herren ausschließlich im schlichten „Einteiler“. Zu den Accessoires: Die Kopfbedeckungen waren wieder sehr kreativ gewählt: Von der „klassischen Bobbelkapp“ über den „gemeinen Strohhut“ wurden auch Mützen, vielfältig in Form und Farbe (gestrickt, gehäkelt oder aus Sonstwas gebastelt) getragen, und Kreationen sogar mit Tiergesichtern wurden „erhobenen Hauptes zu Wasser gelassen“.

Ein besonderer, vielstimmiger Chor

Dort im erfrischenden Weiherwasser ab- und mit Schnappatmung wieder aufgetaucht war ein vielstimmiges, in mehreren Tonlagen und Lautstärken gehaltenes „Ohh brhhh, phuuu…“ weithin vernehmbar.

Neben dem Spektakel gilt die Schwimmveranstaltung auch als Übungseinheit für die Rettungsschwimmer der Wasserwacht. Krumbachs. WW-Vorsitzender Stefan Gut moderierte im Vorprogramm, wie die geschulten Aktiven der Wasserwacht im Falle eines Rettungsdienstes mittels Boot, Schwimmbrett und Rettungsring zu Hilfe kommen. Rettungstaucher begleiteten die Demonstrationen im kalten Wasser, die den „warmen Beifall“ seitens der winterbekleideten Zuseher verdiente.

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