Newsticker
Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson in den USA
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Münsterhausen steht ein arbeitsreiches Jahr bevor

Münsterhausen

20.01.2019

Münsterhausen steht ein arbeitsreiches Jahr bevor

Nicht nur die Ortsumgehung ist ein großes Projekt für Münsterhausen.
Bild: Thielemann & Friderich

Die Ortsumfahrung von Münsterhausen ist der dickste Brocken. Aber noch weitere Themen kommen bei der Bürgerversammlung auf.

Die Finanzlage ist gut, die Ortumfahrung kann kommen. Zu diesem wichtigen Thema und einigen anderen mehr informierte Bürgermeister Robert Hartinger in der Bürgerversammlung. Gut besucht war die Versammlung am Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen im Münsterhauser Sportheim.

Der dickste Brocken, der in diesem Jahr auf die Marktgemeinde Münsterhausen zukommt, ist der Bau der Ortsumfahrung. „Endlich geht es los“, sagte Hartinger in der Versammlung. Die Aufträge für die Brückenbauwerke seien bereits erteilt. Den Zuschlag für das günstigste Angebot habe das ortsansässige Bauunternehmen Grimbacher erhalten. Die weiteren Ausschreibungen werden vorbereitet. Baubeginn ist für März geplant. Fertig sein soll die Umfahrung bis 2021.

Die Kosten für die Umfahrung werden voraussichtlich bei rund 20,8 Millionen Euro liegen. Vor Kurzem hat die Marktgemeinde einen Förderbescheid für das Projekt von rund 17,5 Millionen Euro erhalten. Somit muss die Gemeinde rund 3,3 Millionen Euro stemmen. „Wir sind finanziell gut in der Lage, das zu schultern“, sagte Hartinger. Es entstehe kein Engpass für weitere Investitionen.

5,9 Millionen Euro hat Münsterhausen noch auf der hohen Kante

Die Rücklagen der Marktgemeinde betragen derzeit rund 5,9 Millionen Euro. 2017 waren es rund 2,7 Millionen Euro. „Wir haben nicht im Lotto gewonnen“, sagte der Bürgermeister. Der erste Zuschuss für die Umgehungsstraße mit 1,7 Millionen Euro sei bereits eingegangen. Aber auch die Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und der Verkauf von Bauplätzen würden hier zu Buche schlagen.

Die Zahl der Einwohner ist auf 1970 gestiegen von 1955 Ende 2017. 24 Kinder wurden geboren (2017 waren es 12). In der Kindertagesstätte werden 98 Kinder betreut. Die Mittelschule in Thannhausen besuchen 32 Schüler aus Münsterhausen. Die Grundschule besuchen 74 Kinder. 2017 waren es 70 Kinder.

Rund 1,4 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr investiert. Davon flossen rund 870000 Euro in die Erweiterung des Baugebiets Höhenweg. 21 neue Bauplätze wurden geschaffen. In Hagenried wurden vier neue Bauplätze geschaffen. 110000 Euro flossen in die Sanierung der Grundschule. Zum Teil erschlossen wurde das Baugebiet Nord. Im Rahmen der Dorferneuerung, die in diesem Jahr ausläuft, wurde der Rückbau der Ortsdurchfahrt geplant. Die Ortsverbindungsstraße zwischen Reichertsried und Häuserhof hat einen neuen Belag bekommen. In den Hochwasserschutz bei Balzhausen/Mindelzell wurden 83000 Euro investiert. An der Grundschule wurde ein Anbau für eine Küche errichtet. Die Pflanzung von Obstbäumen wurde gefördert und Nistkästen verteilt. Beim Wasserhäuschen in Reichertsried wurde das Dach neu gedeckt. Dort sollen allerlei Tiere Unterschlupf finden. Der Hochbehälter in der Baumgärtlesiedlung wurde saniert, die Wasserleitungen gespült und die Kanäle untersucht. Viel geboten sei wieder bei den örtlichen Vereinen gewesen, lobte der Bürgermeister.

An der Grundschule soll ein Bewegungspark angelegt werden.

In diesem Jahr hat die Marktgemeinde außer der Ortsumfahrung noch einiges andere vor: Abschluss der Kanaluntersuchungen, Nachtumzug der Faschingsfreunde, ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr, Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, Tiefbrunnen regenerieren, Sanierung der Kapelle in Hagenried und weiteres Vorgehen bezüglich Waldkassen. Bei der Grundschule soll ein Bewegungspark für groß und klein angelegt werden. Wie es mit dem Keppeler-Anwesen weitergehen soll, ist noch offen. Um eine Lösung zu finden, wurde ein Arbeitskreis gebildet.

Bürgermeister Hartinger dankte seinen beiden Stellvertretern Erwin Haider und Manfred Alt sowie den Markträten für die geleistete Arbeit. Haider lobte die gute Zusammenarbeit im Marktgemeinderat.

Zum Tagesordnungspunkt „Jetzt red i“, meldete sich Erika Gurski. Sie bemängelte fehlende Informationen zum Thema Reinigung der Hausanschlüsse beim Schmutzwasser. Ferner regte sie an, in Thannhausen Parkmöglichkeiten von mehr als zwei Stunden zu schaffen, damit Bürger, die mit dem Bus weiterfahren, ihr Fahrzeug abstellen können. Außerdem bemängelte sie die Unterstützung der Senioren durch die Marktgemeinde. Bürgermeister Hartinger lud sie ein, in einer Sitzung des Marktrates ihr Anliegen vorzutragen.

Bernhard Atzkern dankte der Gemeinde für ihre Standfestigkeit und den Einsatz in Bezug auf die Ortsumgehung. Er appellierte, die Geschäfte im Ort zu unterstützen und dort einzukaufen.

Ortschronist Eugen Miller sprach von Problemen im Zusammenhang mit dem Datenschutz. Hartinger sagte dazu, dass nur Daten weitergegeben werden, wenn die Leute damit einverstanden sind. Weiter sprach Miller von einer „flegelhaften Fahrerei“ und Straßenschäden in Münsterhausen. Die Polizei sollte Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen. Wer für die Pflege des Mindeldamms in der Industriestraße zuständig sei, wollte ein Besucher wissen. Hartinger will sich mit dem Wasserwirtschaftsamt absprechen und Abhilfe schaffen.

Tobias Biberacher, Vorsitzender des Sportvereins, lobte den Winterdienst der Gemeinde. Positiv überrascht hätten ihn ferner die neuen Förderrichtlinien zur Unterstützung der Vereine. Er appellierte ferner, dass die Bürger Absperrungen und Umleitungen bei Veranstaltungen beachten sollten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren